Quantencomputer sind eine der großen Versprechungen der Zukunft. Mit ihrer Hilfe soll es möglich werden, auch komplexe Rechenoperationen innerhalb kürzester Zeit durchzuführen. Dies könnte dann beispielsweise bei der Durchsuchung von Datenbanken, bei Simulationen und beim knacken von Verschlüsselungen ganz neue Perspektiven eröffnen. Forscher in aller Welt arbeiten daher an Lösungen im Bereich der Quantencomputer – und machen dabei immer mehr Fortschritte. So gelang es einem Team der „University of Maryland“ vor einigen Monaten im Labor einen frei programmierbaren Quantencomputer zu entwickeln. Der US-Konzern Microsoft hat nun in einem Blogpost bekannt gegeben, einen tatsächlich nutzbaren Quantencomputer bauen zu wollen. Dazu hat das Unternehmen gleich fünf weltweit anerkannte Experten unter Vertrag genommen.


Der Quantencomputer soll auch für Laien nutzbar sein

Das Ziel ist dabei durchaus ambitioniert: Es soll ein Quantencomputer entwickelt werden, der auch von Nutzern ohne Hintergrundwissen genutzt werden kann, um konkrete Problemstellungen zu lösen. Wenn man so möchte, wäre dies also der erste Quantencomputer für einen breiten Markt. Damit diese Vision tatsächlich Realität wird, hat Microsoft einen seiner bekanntesten Mitarbeiter mit der Führung des Teams betraut. Todd Holmdahl war bereits führend an der Entwicklung der Xbox, von Microsoft Kinect und der HoloLens beteiligt – weiß also wie man ein auch für die Masse interessantes Produkt entwickelt. Genau dies sieht er auch nun als seine Aufgabe an: Er möchte Wissenschaft in reale Technik verwandeln.


Theoretische Forschungsarbeit wird nun in der Praxis getestet

Er warnt allerdings auch vor übertriebenen Erwartungen. Es gebe keine Garantie, dass das Projekt tatsächlich Erfolg haben wird, so der Teamleiter. Neben Holmdahl arbeiten zudem die Wissenschaftler Charles Marcus, Leo Kouwenhoven, Matthias Troyer und David Reilly in verantwortlicher Position an Microsofts Quantencomputer mit. Alle vier gelten als Koryphäen auf diesem Gebiet und wollen ihre theoretische Forschungsarbeit nun in die Praxis umsetzen. Ein konkretes Datum bis wann der Quantencomputer fertig sein soll, hat Microsoft dabei bisher bewusst nicht ausgegeben. Die Manager wissen, dass sich die Dauer solcher Pionierprojekte nicht seriös prognostizieren lässt.

Via: Digitaljournal

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