Bisher hat das Startup Hyperloop Transportation Technologies vor allem durch viele Ankündigungen auf sich aufmerksam gemacht. Tatsächlich wurde aber noch kein Hyperloop tatsächlich durch die Röhre geschickt. In den letzten Monaten scheint sich der besondere Forschungsansatz, bei dem Spezialisten sich einbringen und dafür Anteile an dem Unternehmen erhalten, aber vermehrt auszuzahlen. So hat das Unternehmen in Spanien eine Produktionsstätte aufgebaut und in Frankreich ein Forschungszentrum inklusive Teststrecke etabliert. Diese Aufteilung sorgte nun für logistische Probleme. Denn die erste Transportkapsel in Originalgröße wurde auf der iberischen Halbinsel gefertigt und musste anschließend nach Frankreich gebracht werden, um die ersten Testfahrten zu absolvieren. Dies geschah ganz klassisch per Lastwagen und dauerte dementsprechend mehrere Tage.


2022 soll die erste kommerzielle Strecke eingeweiht werden

In Frankreich sollen nun noch einmal einige finale Tests durchgeführt werden, bevor die Kapsel dann tatsächlich das erste Mal auf die Reise geschickt wird. Insgesamt ist sie 32 Meter lang, wovon rund die Hälfte von Passagieren belegt werden kann. Das Gewicht liegt bei rund fünf Tonnen. Wie so oft beim Thema Hyperloop wurde auch diese Gelegenheit für vollmundige Ankündigungen genutzt. So sprach Firmenchef Dirk Ahlborn davon, dass die Kapsel noch in diesem Jahr bereit sein wird, tatsächlich Menschen zu transportieren. Ob dies dann allerdings tatsächlich mit annähernder Schallgeschwindigkeit passieren wird, bleibt abzuwarten. Ebenso ist die Ankündigung für den Bau der ersten kommerziellen Strecke noch mit Vorsicht zu genießen. Ahlborn nannte dafür das Jahr 2022 und betont schon seit einiger Zeit, dass es vor allem rechtliche Fragen sind, die den Prozess aufhalten.


Das Startup hat gute Verbindungen in die Vereinigten Arabischen Emirate

Im Umkehrschluss bedeutet dies: Rein technisch könnte der Hyperloop bereits fahren. Ob dies tatsächlich so ist, könnten schon bald die Testfahrten im französischen Toulouse zeigen. Wo dann die erste richtige Strecke gebaut wird, dürfte vor allem eine Frage des Geldes sein. Es ist daher kein Wunder, dass die arabische Halbinsel immer wieder als möglicher Standort genannt wird. So plant HyperloopTT den Bau einer Strecke von Dubai nach Riad. Helfen könnte dabei die Tatsache, dass auch die herrschende Familie in den Vereinigten Arabischen Emiraten an der Firma beteiligt ist. Der große Konkurrent Virgin Hyperloop One plant ebenfalls Projekte im Mittleren Osten, forcierte zuletzt aber den Bau einer Strecke in Indien. Diese soll die Metropole Mumbai mit der Industriestadt Pune verbinden.

Via: New Atlas

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