Space Adventures bietet es schon an, Virgin Galactic auch, und Airbus Defence and Space in Bremen arbeitet daran: Touristen sollen in naher Zukunft die Erde von oben sehen und den Mond umrunden. Anders als die bisherigen Weltraumtouristen sollen sie nicht Millionen Euro für den Ausflug ins All zahlen, sondern hunderttausende. Am komfortabelsten werden es die Gäste von SpaceX haben, dem in Kalifornien angesiedelten Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, der auch das Elektroauto Tesla produziert. Gerade hat er die Innenausstattung des „Dragon“ präsentiert, wie er seine Raumfähre nennt. Da gibt es kein Gewirr von Schaltern und Knöpfen wie in den heute verwendeten Raumschiffen. Stattdessen sind drei Monitore präsent. Darunter befindet sich ein Bedienfeld, das wie ein Smartphone berührt werden muss, damit die Fähre dem Willen des Piloten gehorcht.


Blick ins All durch vier Fenster

Die maximal sieben Astronauten – oder ebenso viele Weltraumtouristen – nehmen auf kohlenstofffaserverstärkten, körpergerecht geformten Kunststoffsesseln Platz. Bespannt sind diese mit Alcantara, einem Mikrofaservliesstoff aus Polyester und Polyurethan. Es sieht aus wie in einem Auto der Oberklasse oder einem Filmraumschiff. Von der rein zweckgerichteten spartanischen Ausstattung normaler Raumschiffe ist „Dragon“ weit entfernt. Vier Fenster gewähren eine großartige Aussicht auf die Erde, den Mond und das Weltall insgesamt.


Elf Kubikmeter großer Laderaum

Die Kapsel wiegt rund sechs Tonnen, ist 5,3 Meter hoch und 3,7 Meter breit. Sie wird an der Spitze einer verstärkten Falcon-Rakete ins All fliegen, die ebenfalls von SpaceX gebaut wird. Das Modell Falcon-9 transportiert bereits regelmäßig ein Frachtmodul, das die Internationale Raumstation ISS mit wissenschaftlichem Gerät und Lebensmitteln versorgt. Sie kann drei Tonnen Fracht und Passagiere transportieren. Elf Kubikmeter stehen als Laderaum zur Verfügung, den sich Menschen und Material teilen müssen.

Gescheiterter Landeversuch

„Dragon“ lässt sich zwar auch von Hand steuern. In der Regel wird die Kapsel allerdings nach einem zuvor einprogrammierten Plan fliegen. Anders als die Frachtmodule, die als Müll im All zurückbleiben, soll die bemannte Kapsel natürlich zur Erde zurückkehren, ähnlich wie einst der Space Shuttle. Doch anders als dieser, der wie ein Segelflugzeug landete, will Musk den „Dragon“ auf einer Plattform auffangen, die im Meer schwimmt. Ein erster Versuch, bei dem die erste Stufe der Falcon-Rakete landen sollte, ist allerdings gescheitert. In zwei bis drei Jahren soll der erste bemannte Ausflug ins All stattfinden.

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