Kometenlandung 2014: Europäer auf Armageddon-Spuren (Foto: ESA)
Kometenlandung 2014: Europäer auf Armageddon-Spuren (Foto: ESA)

Auf der Suche nach Antworten im Hinblick auf die Entstehung des Lebens haben sich die Techniker und Forscher der US-Raumfahrtbehörde NASA ein sportliches Ziel gesetzt. Im November soll die Raumsonde Rosetta einen Kometen anfliegen und auch auf diesem landen. Die Forscher versprechen sich mit dem Vorhaben einige Antworten auf bisher ungeklärte Fragen zu erhalten. Die Aktion ist jedoch alles andere als einfach. Angeflogen werden soll der Komet mit der Bezeichnung „67P/Tschurjumow-Gerassimenko“. Das Problem dabei ist, dass der Komet sehr dunkel und sogar schwärzer als Kohle sei. Demzufolge strahlt er kaum zurück, was das Landevorhaben verkompliziert. Zudem konnte das Messinstrument Alice, welches sich ebenfalls an Bord von Rosetta befindet, bereits bei der Oberflächenuntersuchung feststellen, dass der Ziel-Komet kaum mit Eis bedeckt ist obwohl sich dieser recht weit weg von der Sonne befindet.


Rosetta nähert sich dem Ziel

Alan Stern vom Southwest Research Institute im US-Bundesstaat Boulder betreut das Projekt Alice zusammen mit einer Forschergruppe. Der Experte ist sehr überrascht von der Oberflächenbeschaffung des Kometen. Mitte November soll die Sonde Rosetta auf dem 67P/Tschurjumow-Gerassimenko Kometen landen. Glückt die Mission, ist den Forschern bereits bahnbrechendes gelungen. Es handelt sich dann um die erste Landung einer Sonde auf einem Kometen in der Geschichte der Menschheit. Kometen sind uralte Fragmente aus den Anfängen des Sonnensystems. Die Forscher erhoffen sich anhand von Funden bestimmter Proteinbausteine neue Erkenntnisse auf die Entstehung des menschlichen Lebens gewinnen zu können.

Die Mission soll Antworten liefern

Das Projekt „Rosetta“ zeigt, wie weit die Technik bereits ist. Vor 20 Jahren war eine Landung auf einem Kometen noch unvorstellbar und reine Utopie. Nun rückt das Ziel greifbar nahe. Knapp zehn Jahre ist Rosetta bereits unterwegs. Im Januar wurde die Hightechsonde aus dem Winterschlaf erweckt um ihre Arbeit beziehungsweise ihre Mission weiterhin fortführen zu können. Gelingt die Landung, dürfte zukünftigen Untersuchungen weitere Kometen nichts im Weg stehen.


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