Vor einigen Jahren erlangte der isländische Vulkan Eyjafjallajökull weltweite Berühmtheit. Er spuckte eine riesige Aschewolke aus, die über Europa hinweg zog und den gesamten Flugverkehr lahmlegte. Millionen von Urlaubern und Geschäftsreisenden konnten ihre Flüge nicht antreten und selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel musste ihre Reiseplanungen ändern: Weil der Luftraum über Deutschland gesperrt war, flog sie von San Francisco nach Rom und fuhr von dort mit dem Bus nach Berlin. Insgesamt kostete der Vulkanausbruch die europäische Luftfahrtbranche mehr als eine Milliarde Dollar. Großbritannien will deshalb nun, Sensoren installieren, um die Konsistenz und die Verbreitung einer Aschewolke genauer einschätzen zu können.


Exaktere Daten ermöglichen genauere Prognosen

Auf diese Weise sollen die Auswirkungen auf den Luftverkehr zukünftig minimiert werden können. Denn Aschewolke ist nicht gleich Aschewolke. Vielmehr kommt es auf die Dichte der Aschepartikel an. Nur wenn diese sehr hoch ist, stellt dies eine Gefahr für den Luftverkehr dar. Bisher konnte man dies aber nur feststellen, indem ein Flugzeug in die Aschewolke hineinflog. Mit Hilfe der zehn neuen, über das ganze Land verteilten, Sensoren soll dies nun auch vom Boden aus möglich sein. Zudem werden die Experten mit Hilfe der gesammelten Daten in die Lage versetzt, zuverlässiger zu prognostizieren, wohin die Wolke weiterziehen wird.


Zahl der Flugstornierungen soll verringert werden

Die Hoffnung ist, dass auf diese Weise sichere Flugkorridore identifiziert werden können. Diese könnten dann von den Airlines auch während einer Aschewolke genutzt werden. Es wäre also nicht mehr notwendig den gesamten Luftraum zu sperren, sondern die Sperrungen könnten gezielt anhand der gewonnen Erkenntnisse erfolgen. „So sollten wir bei der gleichen Menge an Vulkanasche, wie wir sie während der isländischen Aschewolke gesehen haben, deutlich weniger Unterbrechungen erleben“, hofft Robert Goodwill, zuständiger Minister in der britischen Regierung.

Via: Digital Journal

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