Das Ziel ist klar: Der Multi-Unternehmer Richard Branson will kommerzielle Weltraumflüge an Privatpersonen verkaufen. Zumindest aus Sicht des Vertriebs läuft die Unternehmung auch rund. Bereits jetzt gibt es mehr als 700 Personen, die eine erste Anzahlung für den Weltraumflug geleistet haben. Darunter sind auch so illustre Namen wie Leonardo DiCaprio und Justin Bieber. Doch bisher gab es ein großes Problem: Bransons Unternehmen Virgin Galactic hatte noch nie ein bemannte Flugzeug bis in den Weltraum geschickt. Dies hat sich nun geändert. Die von dem Unternehmen selbst entwickelte SpaceShipTwo erreichte mit zwei Piloten an Bord eine Höhe von 83 Kilometern. An Bord war somit die Schwerelosigkeit zu spüren und die Erdkrümmung zu sehen.


Virgin Galactic

Branson, Musk und Bezos erobern den Weltraum

Die US-Raumfahrtbehörde NASA und das US-Militär sprechen ab einer Höhe von 50 Meilen vom Weltraum. Diese Grenze hat das private Flugobjekt eindeutig überschritten. Die beiden Piloten an Bord dürfen sich daher jetzt auch offiziell Astronauten nennen. In Europa ist allerdings eine andere Definition des Begriffs Weltraum üblich: Hier gilt die Karman-Linie in einer Höhe von 100 Kilometern als Grenze. Schaut man sich die verschiedenen Unternehmen an, die Privatflüge in das Weltall verkaufen wollen, wurde die Karman-Linie bisher nur von einer Firma erreicht. Die „New Shepard“-Rakete des Unternehmens Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos war während des Rekordflugs allerdings unbemannt. Auch SpaceX ist natürlich schon mit Raketen im Weltraum gewesen, dabei handelte es sich allerdings nicht um die Flugobjekte, die später auch zahlende Kunden transportieren sollen.


Branson setzt auf Hyperloop und Raumfahrt

Branson selbst verfolgte den Flug gemeinsam mit zahlreichen Zuschauern in der Wüste von Kalifornien. Für die Zukunft kündigte er weitere Testflüge in große Höhen an, vermied es aber einen Termin für den ersten kommerziellen Start zu benennen. Virgin Galactic ist nicht das einzige Startup des Unternehmers, das sich mit innovativen Transportideen beschäftigt. So ist Branson der größte Inverstor bei Virgin Hyperloop One. Eine zeitlang war er dort auch als Chairman aktiv, trat dann aber zurück, um die Geschäftsbeziehungen des Unternehmens zu Saudi-Arabien nicht zu gefährden. Aktuell existiert zwar noch kein voll funktionsfähiger Hyperloop. Virgin One hält aber zumindest den bisherigen Geschwindigkeitsrekord.

Via: New Atlas

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