Die Wahrung der eigenen Privatsphäre beim Surfen im Internet wird zunehmend wichtiger. Eine Möglichkeit, beim Surfen anonym zu bleiben, ist das Tor-Netzwerk. Doch auch Tor hat seine Grenzen, in der jüngeren Vergangenheit kamen immer wieder Sicherheitslücken in der Software zu Tage. Forscher des MIT sowie der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) stellen nun mit Riffle ein Netzwerk vor, das deutlich sicherer als Tor sein soll.


Verschlüsselung UMTS

Sicherer dank Mixnet-Einsatz

Riffle ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischem dem Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory des MIT sowie der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL). Riffle macht sich ein sogenanntes „Mixnet“ zu Nutze. Dabei handelt es sich um Routing-Protokolle, die eine Kette von Proxy-Servern, die Daten von verschiedenen Sendern aufnehmen, mischen und dann in zufälliger Reihenfolge an die nächste Station schicken. So wird die Verbindung zwischen der Quelle und dem Ziel der Daten unterbrochen und es ist schwieriger, die End-to-End-Kommunikation zu verfolgen. Riffle ist sogar so aufgebaut, dass das Netzwerk sicher bleibt, solange ein einzelner Server in der Kette nicht kompromittiert ist.


Das Programm zeichnet sich nicht nur durch außergewöhnlich gute Sicherheit aus, sondern ist auch extrem effizient. Wer schon einmal Tor genutzt hat, der weiß, wie langsam die Verbindung in dem Netzwerk ist. Riffle benötigt nur ein Zehntel der Zeit, die Tor für die Verarbeitung von Daten benötigt. Das wird vor allem dann wichtig, wenn man sich klar macht, dass die einzelnen Nodes in solchen Netzwerken oft die Computer von normalen Nutzern sind.

Riffle ist noch nicht praktisch einsetzbar, aber sobald die Entwickler das Netzwerk der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, dürfte es eine sehr ernsthafte Konkurrenz für Tor darstellen.

via Endgadget.com

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2 Kommentare

  1. Fbnt

    13. Juli 2016 at 22:03

    Das MIT ist eine amerikanische Universität. Aus reinem Menschenverstand kann ich mir absolut nicht vorstellen, dass die NSA sowas durchgehen lassen würde, ohne hier „Hintereingänge/Fallen“ einzubauen. Was ist hier euer Gedanke?

  2. Alexander Trisko

    14. Juli 2016 at 15:24

    Ich glaube, dass die USA die Freiheit der Wissenschaft noch hoch genug hält, als dass derartige Bedenken eher in die Welt der Aluhutträger gehört. Tor wurde anfangs auch von der DARPA und dem ONR unterstützt und wird auch heute noch zu 60 Prozent von der US-Regierung finanziert. Die bekannt geworden Sicherheitslücken hatten dennoch keinen Backdoor-Charakter, sondern basierten auf Exploits, die eher aus Nachlässigkeit bestanden.

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