Maurer ist einer der traditionsreichsten Berufe überhaupt. Schon vor mehr als 6000 Jahren nutzten die Menschen Backsteine, um Mauern und Häuser zu errichten. Der Beruf ist allerdings auch extrem anstrengend und verschleißt auf Dauer den eigenen Körper. Die Branche hat deswegen schon seit längerem Schwierigkeiten, geeigneten Nachwuchs zu finden. Seit der industriellen Revolution wurde daher immer wieder versucht, Roboter zu entwickeln, die den Job des Maurers übernehmen sollten. Lange Zeit erwies sich die Aufgabe aber als zu komplex. Nun aber hat eine australische Firma einen gigantischen Roboter präsentiert, der bis zu 1000 Steine pro Stunde verbauen kann.


Der römische Kaiser Hadrian diente als Namensgeber

Zum Vergleich: Menschliche Maurer kommen bei speziellen Wettbewerben auf knapp 800 Steine. Theoretisch könnte die Maschine bei normalen Einfamilienhäusern so in rund zwei Tagen die Maurerarbeiten erledigen. Dies würde eine enorme Beschleunigung bedeuten: Bisher werden für diese Arbeiten zwischen vier und sechs Wochen veranschlagt. Benannt ist der Maurer-Roboter dabei nach dem römischen Kaiser Hadrian, der in Großbritannien den Hadrianswall errichten ließ. Gestartet wurde das Projekt bereits im Jahr 2005 vom Australier Mark Pivac. Damals herrschte in der australischen Stadt Perth ein akuter Mangel an qualifizierten Maurern. Pivac sieht seine Erfindung daher auch nicht als Konkurrenz zu menschlichen Maurern, sondern als sinnvolle Unterstützung.


Entwicklung kostete mehrere Millionen Dollar

„Wir haben absolut nichts gegen Maurer. Das Problem ist, dass das Durchschnittsalter der Maurer zunimmt und es schwierig ist, junge Menschen für den Beruf zu begeistern“, so der Australier. Die Entwicklung der automatischen Alternative hat dabei nicht nur rund zehn Jahre gedauert, sondern auch rund sieben Millionen Dollar gekostet. Der wie ein riesiger Bagger aussehende Hadrian soll nun zunächst im Bundesstaat Western Australia vermarktet werden. Später soll zunächst der Verkauf in ganz Australien aufgenommen werden, bevor dann auch der Weltmarkt ins Visier genommen wird.

Via: Perth Now

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