Eine Gruppe namens “Robots for good” hat einen Roboter entwickelt, mit dessen Hilfe hospitalisierte Kinder einen Zoo erkunden können. Dabei kommen modernste Technologien zum Einsatz, um dem Kind den Aufenthalt im Krankenhaus so angenehm wie möglich zu gestalten.


robots for good
Foto: Robots for Goods

Open Hardware Roboter für kleine Patienten

Zum Einsatz soll der Roboter, der mit Hilfe eines 3D-Druckers produziert wird, bald im Great Ormond Street Hospital in London kommen. Der Roboter bewegt sich dann tatsächlich durch den Londoner Zoo. Gesteuert wird er dabei von einem kleinen Patienten im Krankenhaus. Als Schnittstelle zwischen Mensch und Roboter dient eine Oculus Rift 3D-Brille, die es ermöglicht, dass sich der Patient tatsächlich fast wie im Zoo fühlt.

Möglich gemacht wurde der Roboter von “Robot for Good” durch zwei Open-Source-Projekte, nämlich der InMoov Roboter von Gael Langevin und das Segway-Gefährt “OpenWheels”. Es handelt sich dabei um Open Hardware, das heißt, dass jeder Interessierte sich die Blueprints für die Technologie runterladen und sie verändern und weiterentwickeln kann. Eine Möglichkeit, von der “Robots for Good” für ihren Roboter Gebrauch gemacht haben


We really saw this as a way to show people what open hardware is. It’s available to anyone to build and contribute, but at the same time it’s really affordable”, so Richard Hulskes, einer der Initiatoren des Projekts.

Hulskes ist Mitgründer des Startups Wevolver, das eine leitende Rolle bei “Robot for Good” einnimmt. “I think that distinguishes us as a platform. That we bring together not just hackers and geeks, but people from all different fields”, so Hulskes weiter.

Ein Projekt mit Eigenleben

Bisher gelang es der Gruppe, den Torso des Roboters fertigzustellen. Als nächstes möchte das Team seiner Kreation Räder zur Fortbewegung verpassen. Dabei muss das Problem gelöst werden, einen Roboter auf einem Segway balancieren zu lassen.

Das Team arbeitet außerdem an mit Sensoren ausgestatteten Handschuhen, die die Arme des Roboters bewegen können. Dabei gilt es sicherzustellen, dass der Roboter Steuerbewegungen von der Hand des Patienten nicht als Input für seine Arme wahrnimmt. Leichter ist die Steuerung der Kopfbewegungen des Roboters. Diese folgen einfach denen des Patienten.

Erste Tests mit dem Roboter sind für das nächste Frühjahr vorgesehen. Die Entwicklung soll dann aber noch lange nicht am Ende sein. “My vision with this project is that we create the prototype, create the idea and then just let it go. We want others to pick it up. What I hope is that more and more people start building this robot so that kids in London can check out a robot in New York, for example. There could be a network of robots that people can check in with all across the world. This isn’t just a concept, but we’re gonna let it go.”, erklärt Hulskes.

Aus der Tatsache, dass es sich um ein Open Hardware Projekt handelt, ergeben sich noch zahlreiche andere Möglichkeiten für den Roboter. Im Grunde genommen kann jeder mit den entsprechenden Möglichkeiten den Roboter von “Robots for Good” nachbauen und für seine eigenen Zwecke nutzen.

 

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