Über die Zukunft von Robotern haben sich schon viele schlaue Menschen Gedanken gemacht. Erst kürzlich kam eine Studie zu dem Ergebnis, dass Roboter auf lange Sicht 59 Prozent der deutschen Arbeitsplätze ersetzen könnten. Schwer vorstellbar scheint allerdings, dass die künstlichen Wesen auch für Haustiere zur Gefahr werden könnten. Doch der australische Wissenschaftler Dr. Jean-Loup Rault von der „University of Melbourne“ ist überzeugt: Menschen können auch gegenüber Robotertieren Emotionen entwickeln. Schon in zehn Jahren könnten künstliche Haustiere demnach zur Normalität geworden sein.


Aibo Roboter Hund
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Tamagotchis waren nur der Anfang

Als Beispiel verweist er dabei auf die Tamagotchis, die zu Beginn der neunziger Jahre auch in Deutschland überaus populär waren. „Die Technologie entwickelt sich extrem schnell. Das Tamagotchi in den 90ern war wirklich ein Prototyp der Roboterhaustiere und Sony und andere große Konzerne haben seitdem enorm viel geforscht und entwickelt im Bereich der künstlichen Haustiere“, so der Wissenschaftler. Menschen könnten dabei tatsächlich auch eine emotionale Bindung zu den Ersatztieren eingehen. „Es gibt eine gewisse anekdotische Evidenz und einige Studien, die zeigen, dass Menschen tatsächlich eine Verbindung, eine Art der emotionalen Verbundenheit, mit den Robotern eingehen“, verweist Rault auf Forschungen seiner Kollegen.

Soziale Interaktion mit Robotertieren soll erforscht werden

Die Menschen seien sich natürlich bewusst, dass es sich um kein wirkliches Tier handle, aber sie würden die künstlichen Haustiere auch nicht als reine Objekte betrachten. Rault macht sich allerdings keine Illusionen darüber, dass der Mensch im Zweifelsfall immer noch das originale Haustier bevorzugt. Wenn allerdings keine echten Tiere gehalten werden könnten – beispielsweise weil der Platz fehlt oder aufgrund von Allergien – seien Roboterhaustiere eine Alternative. Zunächst möchte Rault nun seine Forschungen auf dem Gebiet der sozialen Interaktion zwischen Menschen und künstlichen Tieren weiter fortsetzen: „Wir wissen nur sehr wenig über Robotertiere und virtuelle Tiere und wie diese sich auf den Menschen auswirken“, so der Forscher. In Japan bekommen Roboter-Haustiere sogar einen eigenen Friedhof.


Via: ABC News

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