Asteroide enthalten eine Vielzahl an wertvollen Rohstoffen – beispielsweise Gold und Platin. Zahlreiche Firmen arbeiten daher an Konzepten, diese Ressourcen abzubauen und zu nutzen. Insbesondere beim Aufbau von menschlichen Kolonien im Weltall könnte die Nutzung der dort vorhandenen Ressourcen eine entscheidende Rolle spielen. Jedes mal ein Raumschiff zu schicken, um die abgebauten Rohstoffe abzutransportieren könnte sich aber auf Dauer als nicht kosteneffizient erweisen. Die Firma „Made in Space“ hat daher ein Konzept entwickelt, bei dem die Asteroiden eigenständig zu einer zentralen Abbaustelle fliegen und dort ausgeschlachtet werden. Die dazu benötigte Technik soll hauptsächlich durch sogenannte 3D-Drucker vor Ort produziert werden.


Ein smarter Roboter druckt vor Ort die benötigte Technik

Mit 3D-Druck-Technologie für den Weltraum kennt sich „Made in Space“ bereits aus: Die Firma hat unter anderem die beiden Geräte produziert, die aktuell auf der internationalen Raumstation ISS im Einsatz sind. Das nun entwickelte Konzept sieht dabei vor, dass eine Roboterrakete namens „Seed Craft“ zu den einzelnen Asteroiden geschickt wird. Dort baut die künstliche Intelligenz dann die benötigten Rohstoffe ab, um eine Antriebstechnologie und ein Steuerungselement für den Asteroiden zu drucken. Mit Hilfe der so produzierten Technik soll der Asteroid dann durch das All navigieren können. Die Methode ist dabei den Planungen zufolge deutlich günstiger als die Rohstoffe nach und nach mit richtigen Raumschiffen abzuholen.


Die Nasa fördert die Erstellung einer Machbarkeitsstudie

Die Idee mag dabei extrem futuristisch klingen – tatsächlich geht das Unternehmen von einem Zeitrahmen von mindestens zwanzig Jahren bis zur Umsetzung aus. Die Experten der US-Weltraumbehörde NASA halten das Konzept aber offensichtlich nicht für komplett abwegig. Die Behörde fördert daher das Projekt im Rahmen ihres „Innovative Advanced Concepts“ Programm mit 100.000 Dollar, die für die Erstellung weitere Machbarkeitsstudien verwendet werden sollen. Anschließend kann „Made in Space“ sich dann für die zweite Förderstufe bewerben – in der rund 500.000 Dollar ausgelobt werden. Von der entwickelten Technik könnten im besten Fall dann auch die Menschen auf der Erde profitieren – beispielsweise durch Antriebstechnik aus dem 3D-Drucker.

Via: Space.com

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