Duisburg-Marxloh und Gelsenkirchen-Ückendorf gehören zu den problematischen Stadtvierteln in Deutschland, hier gibt es noch ganz viel zu tun. Für sozial engagierte Menschen bietet sich die Gelegenheit, Lernpate für sozial benachteiligte Kinder zu werden und im Gegenzug kostenlos zu wohnen.


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Lernen ist nicht immer einfach: Lernpaten helfen

Jeder Lernpate erhält eine Gruppe von bis zu 8 Kindern

Angesprochen sind neben Azubis, Studierenden und FSJlern auch Künstler und alle, die den Bundesfreiwilligendienst ausüben. Natürlich kann auch jeder andere hinzustoßen, insofern er die Fähigkeit mitbringt, bedürftigen Kindern Nachhilfeunterricht zu geben. Der Name des Projekts: »Tausche Bildung gegen Wohnen«. Das Ziel: nicht nur mehr Bildung für Kinder, die in der Schule nicht gut mitkommen, sondern auch ein verbesserter gesellschaftlicher Zusammenhalt. Jeder Lernpate nimmt zunächst an entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen teil und bekommt dann eine Gruppe zugeteilt, die aus höchstens acht Kindern besteht. Dann gilt es, kräftig bei den Hausaufgaben mitzuhelfen, Schwachstellen zu orten und diese gemeinsam zu beheben. Neben dem Lernen steht auch die gemeinsame Freizeitgestaltung im Mittelpunkt, damit sich eine feste Vertrauensbasis zwischen dem Paten und seinen Kindern bildet.

Lokale Einrichtungen stellen Räumlichkeiten zur Verfügung

Viele verschiedene lokale Einrichtungen öffnen zu diesem Zweck kostenlos ihre Tore: Turnhallen, Kirchen, Moscheen, Sportplätze und Jugendzentren stellen ihre Räumlichkeiten zur Verfügung, damit die Lerngruppen stets ein Dach über dem Kopf haben. Die jeweilige »Tauschzeit« wird natürlich im Voraus festgelegt, dafür gibt es dann eine kostenlose Wohnung für den Lernpaten. Wahrscheinlich werden die Studierenden sich schon bald ihre Projektteilnahme auf das Studium anrechnen lassen können. Außerdem entstehen auf diesem Weg sicherlich auch spannende soziale Beziehungen und vielleicht sogar echte Freundschaften!


Die zentrale Begegnungsstelle für alle Paten, Kinder und Eltern ist die TauschBar in Duisburg an der Paulskirche. Bald schon soll das Projekt auch in Dortmund starten – und von dort greift die Welle vielleicht auch auf deine Stadt über! Die Initiative gewann bereits mehrere Auszeichnungen, zu den Förderern gehören die Aktion Mensch, help and hope, der Lions Club, der Regionalverband Ruhr und viele andere.

Quelle: tbfw-marxloh.org

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