Den größten Teil ihres Gewinns machen Druckerhersteller mit dem Verkauf von Druckertinte. Denn während die Geräte an sich meist recht günstig verkauft werden, rufen die Unternehmen bei den Druckerpatronen oftmals erstaunliche Preise auf: Gewinnmargen von 400 Prozent sind dabei keine Seltenheit. Dabei besteht zumindest die schwarze Tinte zum größten Teil aus einfachem Kohlenstoff. Der ehemalige MIT-Student Anirudh Sharma hat daher nun eine kostengünstige Alternative entwickelt. Er nutzt den Ruß, der beispielsweise beim Brennen einer Kerze entsteht und in die Luft entweicht. Dieser wird mit Olivenöl und Wodka gemischt und es entsteht Druckertinte.


Herkömmliche Druckerpatronen: Eine für schwarze Farbe und eine für bunte Farben.
Herkömmliche Druckerpatronen: Eine für schwarze Farbe und eine für bunte Farben.

Druckqualität ist vergleichbar mit Schreibmaschinen

Die Idee dahinter ist simpel: Wenn jeder seine eigene Tinte herstellen kann, ist dies deutlich kostengünstiger. „Die meisten Leute wissen das nicht, aber die Tinte, die man kauft, ist Nichts. Es ist einfach Ruß gemischt mit einigen Chemikalien und das ist es. Wenn man seine eigene Tinte macht, wären die Kosten definitiv viel, viel geringer“, erklärt Sharma das Konzept. Sein erster Prototyp kann dabei den Ruß einer brennenden Kerze einziehen und mit den anderen Materialien vermischen. Die so entstehende Tinte wird dann in eine herkömmliche Druckerpatrone gefüllt. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen und ist vergleichbar mit den Texten aus alten Schreibmaschinen.

Smog könnte als Ruß-Quelle dienen

Die Idee kam dem Wissenschaftler dabei während eines Besuchs in der indischen Heimat. Der dort in vielen Städten vorhandene Smog enthält nämlich ebenfalls jede Menge Ruß. Dort wäre die brennende Kerze gar nicht notwendig. Die „Kaala-Printer“ genannte Neuerfindung könnte den benötigten Ruß einfach aus der Luft gewinnen. Ein moderner Dieselmotor produziert dabei in einer Stunde so viel Ruß wie für eine Patronenfüllung benötigt wird. Sharma möchte das Konzept nun noch perfektionieren und dann für den kommerziellen Einsatz skalieren. Ein Problem ist dabei noch zu lösen: Die Rußtinte muss nachweisen, dass sie gesundheitlich für den Nutzer unbedenklich ist.


Via: Treehugger

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