Zwischen 2001 und 2009 beförderte die russische Weltraumagentur Roscosmos insgesamt acht gut zahlende Weltraumtouristen ins All. Seitdem allerdings wird der dritte Platz in den russischen Sojuskapseln zumeist von amerikanischen Astronauten eingenommen. Denn die US-Weltraumbehörde NASA besitzt momentan keine eigenen Kapazitäten, Astronauten zur internationalen Raumstation ISS zu befördern. Der entsprechende Vertrag läuft allerdings im Jahr 2018 aus – dann sollen private amerikanische Firmen den Transport übernehmen. Der dadurch frei werdende Platz in den Sojuskapseln soll dann wieder an zahlungskräftige Kunden vermarktet werden.


Falcon Heavy Marsmission

Touristen zahlen weniger als US-Astronauten

Für die russische Seite dürfte das Ende des Vertrags allerdings dennoch mit finanziellen Einbußen verbunden sein. Bisher nämlich zahlt die NASA pro Reise rund 76 Millionen Dollar an Roscosmos. Die Touristenflüge – inklusive der vorher notwendigen Ausbildungsmaßnahmen – hingegen wurden in der Vergangenheit für Summen zwischen 25 und 35 Millionen Dollar verkauft. Erster Weltraumtourist war dabei der US-Unternehmer Dennis Tito, ihm folgte mit dem aus Südafrika stammenden Mark Shuttleworth der erste Afrikaner im Weltraum. In seinem Heimatland wird er seitdem auch als „Afronaut“ bezeichnet. Erste Weltraumtouristin war die gebürtige Iranerin Anousheh Ansari.

Flug um den Mond soll bald möglich werden

Als nächstes dürfte dann die britische Sängerin Sarah Brightman an der Reihe sein. Diese hat ihren Flug bereits gebucht und soll außerplanmäßig bereits im September diesen Jahres ins Weltall reisen. Anschließend wird sich die russische Raumfahrtbehörde zunächst wieder der Erfüllung des NASA-Vertrags widmen und dann ab 2018 wieder regelmäßig Touristen befördern. Das russische Unternehmen „RKK Energija“ plant zudem mit dem Unternehmen „Space Adventures“ eine Sojusrakete umzubauen und anschließend Flüge rund um den Mond anzubieten. Dabei sollen immer ein ausgebildeter Kosmonaut und zwei Touristen an Bord sein.


Quelle: technology.iafrica.com

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