In Russland arbeiten Wissenschaftler im Moment daran, einen großen Weltraumlaser zu entwickeln. Ja, richtig gelesen. Was wie der Plot eines James-Bond-Films klingt, ist in Wahrheit aber ein potentielles Instrument für die Unmengen an Weltraumschrott, die unseren Planeten umkreisen.


Mit einem Laser gegen Schrott im All

Entwickelt wird der Laser von Precision Instrument Systems (PIS), einer Tochter der russischen Weltraumagentur Roscosmos. Das heißt, noch ist es kein Laser, sondern ein drei Meter langes optisches Teleskop, mit dem Weltraumschrott identifiziert werden soll. Die Wissenschaftler von PIS haben aber kürzlich einen Vorschlag an die Russian Academy of Sciences übersandt, in dem sie ihre Pläne dafür umreißen, das Teleskop in ein Lasergerät weiterzuentwicklen. Der Solid State Laser soll dann in der Lage sein, Weltraumschritt mit seinem Strahl geradezu zu pulverisieren.


Mit Details zu dem Laser halten die Forscher sich jedoch zurück. Sie gaben lediglich zu, dass derartige Pläne existieren, machten aber keine Angaben zur Timeline der Fertigstellung oder zu technischen Details.

Sollte das Projekt genehmigt werden, soll der Laser mit seinem Strahl Weltraumschrott so stark erhitzen, dass er sich quasi in Dampf auflöst.

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Zuletzt aktualisiert am 23.07.2018

Das Problem Weltraumschrott

Unabhängig von den etwa abenteuerlich klingenden Plänen der Russen ist es eine Tatsache, dass Weltraumschrott ein Problem ist. Die NASA schätzt, dass etwa 20.000 Stücke Weltraumschrott um den Planeten kreisen. Ein Blick auf eine entsprechende Karte zeigt einen Planeten, der von Schrott umgeben ist. Und je mehr es wird, desto schwieriger werden Reisen ins All.

Bei der Idee von Roscosmos handelt es sich nicht um den ersten Plan, dessen Ziel es ist, mit dem Weltraumschritt aufzuräumen. 2015 schlugen japanische Forscher einen ähnlichen Laser vor, der auf der Internationalen Raumstation ISS stationiert sein sollte. Auch die Chinesen haben sich gedanklich schon mit einem Laser beschäftigt.

Ob der Laser je entwickelt wird, scheint fraglich. Ein solches System wäre auch in der Lage, aktive Satelliten zu zerstören. In einer Welt, in der der Führer einer Weltmacht über Twitter mit dem Einsatz nuklearer Waffen kokettiert, sollte man mit gigantischen Laserkanonen auch ein bisschen vorsichtig sein. Außerdem sollte der Bericht mit auch deshalb mit Vorsicht genossen werden, weil es sich bei der Primärquelle um das von den Russen betriebene Nachrichtenportal Russia Today handelt.

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