Als ehemaliger Tischlermeister ist Rudolf Wild an Handarbeit gewöhnt. Inzwischen verbringt er die meiste Zeit aber nicht mehr in der Werkstatt, sondern in seinem Garten. Mit zunehmendem Alter wurde dies für ihn allerdings immer schwieriger. Das ständige Bücken und Hinknien etwa sorgte für Schmerzen in den Gelenken. Doch der inzwischen 79-Jährige ließ sich davon nicht beeindrucken, sondern ging in seine Garage und bastelte an einer Lösung. Heraus kam schließlich die sogenannte Multiharke, mit der sich vier unterschiedliche Gartenarbeiten ganz einfach im Stehen erledigen lassen. Um sein Produkt noch großflächiger zu vermarkten, war Wild nun auch in der Höhle der Löwen zu Gast und warb um einen Investor.


Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Der mühselige Teil der Gartenarbeit soll deutlich vereinfacht werden

Die Besonderheit der Harke besteht darin, dass alle vier Seiten für unterschiedliche Aufgaben genutzt werden können. So dient die erste Seite zum Einebnen, die zweite zum Aufhacken des Bodens, die dritte zum Unkraut jäten und die vierte als Fugenkratzer und zum Herstellen von Saatmulden. Wer schon einmal im Garten mühselig auf den Knien das Unkraut aus dem Boden gerupft hat, dürfte die Hilfe der Ruwi Multiharke auf jeden Fall zu schätzen wissen. Der Gründer verspricht den potentiellen Investoren in der Höhle der Löwen, dass seine Erfindung die Gartenarbeit deutlich erleichtert – und verweist dabei auch auf seine eigenen Erfahrungen. Mit Sicherheit wird aber auch der eine oder andere Löwe das Produkt direkt vor Ort einmal testen wollen.

Der Gründer hofft auf Geld und Expertise von den Löwen

Das Angebot des Gründers scheint auf den ersten Blick recht fair zu sein: Für 80.000 Euro bietet er 30 Prozent der Anteile an. Damit ergibt sich ein Unternehmenswert im niedrigen sechsstelligen Bereich. Allerdings kommen auf die Firma auch noch nicht unerhebliche Investitionen zu. Denn bisher wird die Ruwi Multiharke noch einzeln und in Handarbeit hergestellt und online und auf Gartenmessen verkauft. Mit einem Löwen an seiner Seite will der Gründer die Herstellung hingegen verstärkt automatisieren und so auch größere Stückzahlen verkaufen können. Auch der Gang in den Einzelhandel wäre dann eine Option. Ohne das Geld und die Expertise eines Investors dürfte dieser Prozess hingegen deutlich langsamer ablaufen.

Ruwi Multiharke könnte für Interesse in der Höhle der Löwen sorgen

Wie so oft bei praktischen Produkten, die konkrete Alltagsprobleme lösen, dürfte auch hier Ralf Dümmel an einem Investment interessiert sein. Die Spezialität des Ostwestfalen besteht darin, die Produkte in vielen Läden des stationären Einzelhandels unterzubringen und so für hohe Verkaufszahlen zu sorgen. Abschreckend könnte für ihn allerdings wirken, dass zuvor erst noch eine entsprechende Produktion etabliert werden muss. Grundsätzlich ist auch Carsten Maschmeyer sehr am Thema Gartenarbeit interessiert. In der Vergangenheit berichtete er beispielsweise davon, dass er eine eigene Praktikantin in diesem Bereich beschäftigt. Auch er könnte also ein Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem 79-jährigen Rudolf Wild haben. Einen Rekord hält der Erfinder aber auf jeden Fall: Er ist der bisher älteste Kandidat in der Höhle der Löwen.


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1 Kommentar

  1. Christina Heine

    13. September 2018 at 09:08

    In Kleinformat für Balkon oder Friedhof wäre vielleicht eine Option.

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