Die Produktion des Model 3 bei Tesla läuft noch immer nicht so schnell wie ursprünglich geplant. Die Gründe dafür sind vermutlich vielfältig. Einen Teil der Schuld hat bereits vor einiger Zeit Firmenchef Elon Musk übernommen, der zugab, zu stark auf die Automatisierung der Produktion gesetzt zu haben. Außerdem soll es aufgrund von zu vielen Subunternehmern zu einer gewissen Ineffizienz gekommen sein. Auch in diesem Punkt hat Tesla aber bereits gegengesteuert. In einem Schreiben an die Belegschaft berichtete Musk nun von einem weiteren Problem: Offenbar hat ein enttäuschter Mitarbeiter die Produktion bewusst sabotiert. Der Grund dafür scheint vergleichsweise simpel zu sein. Den Angaben von Musk zufolge, war die betroffene Person enttäuscht, nicht befördert worden zu sein.


Foto: Via Electrek

Musk warnt die Mitarbeiter vor feindlichen Organisationen

Um sich zu rächen, soll der Mitarbeiter sich mit falschen Zugangsdaten Zugriff auf das Netzwerk von Tesla verschafft und dort unter anderem den Code zu einem internen Produkt geändert haben. Außerdem hat er große Mengen an – teilweise sensiblen – Daten an Personen außerhalb der Firma gesendet. Wer genau von diesem menschlichen Datenleck profitiert hat, ist bisher noch unklar. Musk aber deutet in seinem Schreiben bereits in eine gewisse Richtung: Er erinnerte die Mitarbeiter daran, dass es viele Organisationen gebe, die ein Scheitern von Tesla begrüßen würden. Damit meint er zum einen die klassische Auto- und Ölindustrie. Zum anderen aber auch Hedgefonds und andere Finanzinstitute, die auf einen Absturz der Tesla-Aktie gewettet haben. Bisher ist aber noch völlig unklar, ob der enttäuschte Mitarbeiter tatsächlich auf diese Weise vernetzt war.

Auch bei Space X wurde schon Sabotage vermutet

Außerdem berichtet Musk von einer weiteren Auffälligkeit. So kam es in der Tesla-Fabrik in Fremont zu einem kleinen Brand, weshalb die Karosserie-Produktion für einige Stunden gestoppt werden musste. Dies kann natürlich reiner Zufall gewesen sein. Ganz daran glauben, will der Firmenchef aber nicht. Er betonte: „Nur die Paranoiden überleben“ und rief die Mitarbeiter zu erhöhter Wachsamkeit auf. Die Stimmung innerhalb der Belegschaft dürfte aktuell allerdings nicht so gut sein. Immerhin hatte der Konzern kürzlich die Streichung von mehr als 3000 Stellen bekannt gegeben. Schon in der Vergangenheit fürchtete Musk immer wieder Sabotageakte von Konkurrenten. So ließ er diesen Verdacht auch bei einer explodierten Space X Rakete prüfen. Damals konnten aber keine entsprechenden Hinweise gefunden werden.


Via: CNBC

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