Sagitta hat ihren Erstflug absolviert, ganz ohne Pilot und selbst ohne Fernsteuerung. Die ungewöhnlich aussehende Drohne mit Strahlantrieb, ein Nurflügler, absolvierte auf dem südafrikanischen Testgelände Overberg einen siebenminütigen Flug völlig autonom. Zwei Turbinen treiben ihn an. Sein maximales Startgewicht liegt bei 150 Kilogramm. Sämtliche Systeme an Bord, etwa Höhen- und Seitenruder, werden elektrisch betrieben. Lediglich die Bremsen sind hydraulisch. Die Technik des drei Mal drei Meter großen Modells ist Vorbild für weitere Drohnen dieser Art, die deutlich größer sind. Entsprechend mehr Kapazität ist dann für Transporte vorhanden.


Drei DLR-Institute sind beteiligt

Sagitta ist ein gemeinsames Kind des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und von Airbus Defence and Space, der Raumfahrt- und Verteidigungssparte des europäischen Flugzeugbauers. „In den von Airbus geschaffenen Rahmenbedingungen konnten wir unser innovatives Potenzial entfalten und die komplexen Technologien des Demonstrators entwickeln und integrieren“, so DLR-Luftfahrtvorstand Professor Rolf Henke. An Entwicklung und Bau von Sagitta sind drei DLR-Institute beteiligt.


Ultraleichtes Fluggerät

Ziel der Wissenschaftler vom DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik war es, ein ultraleichtes Fluggerät zu bauen, um die Transportkapazität zu erhöhen. Sie verklebten hauchdünne Lagen aus kohlenstoffaserverstärktem Kunststoff (CFK) so raffiniert miteinander, dass die Kräfte, die auf Sagitta wirken, optimal verteilt werden. „Unsere Wissenschaftler mussten die einzelnen Bauteile so konstruieren und bauen, dass sie bei der Montage präzise zueinander passen“, so Institutsleiter Professor Martin Wiedemann.

Das Fahrwerk war die größte Herausforderung

Das DLR-Institut für Flugsystemtechnik hat mit dem Einziehfahrwerk, der elektrischen Energieversorgung und Verkabelung, der Steuerflächenaktuatorik sowie dem Treibstoffsystem den Großteil der flugkritischen Systeme beigetragen. „Besondere Herausforderungen bei der Entwicklung des Fahrwerks waren der geringe Einbauraum und die hohen vertikalen Landegeschwindigkeiten“, sagt Institutsleiter Professor Stefan Levedag. Will heißen: Das Fluggerät setzt ziemlich kräftig auf der Landebahn auf. Das DLR-Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik am Standort Oberpfaffenhofen schließlich war für den Aufbau und den Betrieb von Simulations- und Integrationstestanlagen zuständig.

 

via DLR

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