Die Vereinigten Staaten hatten sich unter der Führung von Barack Obama eigentlich zu einer der führenden Klimaschutznationen entwickelt. Der kommende Präsident Donald Trump allerdings zeigte sich in diesem Bereich bisher deutlich weniger engagiert. Er kündigte nicht nur an, den Weltklimavertrag von Paris rückgängig machen zu wollen, sondern setzt auch auf die massive Nutzung von fossilen Energieträgern – insbesondere der Kohle. Die Stadt San Francisco hat nun allerdings gehandelt, bevor Trump überhaupt im Amt ist. Einem Beschluss des Stadtrats zufolge, dürfen zukünftig keine öffentlichen Flächen mehr für den Abbau von fossilen Energieträgern zur Verfügung gestellt werden. Interessant dabei: Die Entscheidung fiel einstimmig und wurde von allen Parteien unterstützt.


Solarmodule bringen der Stadt sogar deutlich mehr Geld ein

Zuvor war eine Untersuchung bekannt geworden, die aufzeigte, dass die Flächen deutlich mehr einbringen würden, wenn dort Solarpanels platziert werden. Konkret ging es dabei um ein Stück Land, dass der Energiekonzern Chevron gepachtet hat. Die Wirtschaftsprüfer kamen nun allerdings zu dem Schluss, dass Chevron so wenig Gebühren dafür zahlt, dass San Francisco insgesamt durch das Aufstellen von Solarmodulen 320.000 Dollar mehr einnehmen würde. Die Abgeordneten verzichteten dann in ihrem Beschluss auf eine Preiserhöhung für Chevron und beschlossen stattdessen das Komplettverbot für den Abbau fossiler Energieträger. Diese Entscheidung könnte auch von der Administration des künftigen US-Präsidenten Trump nicht mehr zurückgenommen werden.


San Francisco ist eine Vorzeigestadt in Sachen Klimaschutz

„Wir steuern auf eine katastrophale Veränderung unseres Klimas zu, wenn wir die Nutzung der fossilen Energieträger nicht jetzt reduzieren. Aufgrund der nun anstehenden Trump-Präsidentschaft, sind lokale Führungsentscheidungen wichtiger und dringender als je zuvor“, erläuterte City Supervisor John Avalos die Hintergründe der Entscheidung. San Francisco hatte zudem in der Vergangenheit bereits einige interessante Schritte unternommen, um das Klima zu schützen. So wurde für die Besitzer von Flachdächern zunächst die Aufstellung von Solarpanels zur Pflicht. Inzwischen muss ein Teil des Daches zudem mit Pflanzen begrünt werden. Eine Studie kam außerdem zu dem Ergebnis, dass sich emissionsfreie Wasserstoff-Fähren ideal eignen würden, um San Francisco mit den anderen Städten der Bay Area zu verbinden.

Via: Inhabitat

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.