Auf dem Saturn-Mond Enceladus herrschen lebensfeindliche Bedingungen. Der sechstgrößte Mond des Planteten hat eine Oberflächentemperatur von –180 Grad Celsius und ist von einer 30 – 40 km dicken Eisschicht bedeckt. Trotz dieser widrigen Bedingungen glauben Wissenschaftler, dass auf dem Mond primitives Leben möglich wäre.


Saturn Mond Leben

Wasserfund legt Leben nahe

Zu dieser Einschätzung gelangten Forscher nach der Studie von Bildern und Daten, die der NASA Cassini Orbiter Neben vielen anderen Aufnahmen gelangen Bilder von Wasserfontänen, die aus Boden des Südpol des Mondes schossen. Die begleitenden Daten ließen die Vermutung zu, dass unter der Eisschicht ein großes Wasserreservoir liegt, so Luciano Less von der Sapienza Università in Rom , der der Forschergruppe angehört. Er nimmt an, dass das Reservoir von flüssigem Wasser zwischen 8 und 10 km dick ist. Dieses Reservoir, in Kombination mit hydrothermalen Aktivitäten, für die Fontänen verantwortlich ist.


Nach einer genaueren Untersuchung der Fontänen kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass das Wasser stark alkalisch ist (der pH-Wert liegt bei 12). Bisher scheint es unwahrscheinlich, dass unter diesen Bedingungen wirklich Leben existiert. Allerdings hat beispielsweise der kalifornische Mono Lake eine ähnlich alkalische Umgebung und beheimatet ein ganzes Ökosystem an wassergebundenen Lebewesen.

Wasserstoff spendet Energie

Der Grund für den hohen pH-Wert des Wassers ist der innere Kern von Enceladus, der ultra-alkalisch ist. Ohne zu wissenschaftlich zu werden: Bei der “Auswaschung” des alkalischen Steins entsteht Sauerstoff, was bekanntlich eine Grundvoraussetzung für Leben ist.

Molecular hydrogen can both drive the formation of organic compounds like amino acids that may lead to the origin of life, and serve as food for microbial life such as methane-producing organisms”, so Christopher Glein vom Carnegie Institution of Science, einer der Hauptautoren der Studie.

Außerdem entsteht bei der Reaktion Wasserstoff, der als Energiequelle für Mikroben dienen könnte, die eventuell in dem unterirdischen Ozean leben. Derartige Energiequellen sind zwingend notwendig, wenn eine Umgebung vom Sonnenlicht abgeschnitten ist.

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