Die Megacity ist ein Megatrend. Im Rahmen der zunehmenden Urbanisierung muss allerdings auch der Umweltaspekt stets berücksichtigt werden. Der CO2-Ausstoss in großen Städten ist durchaus ein Problem. In Zukunft sollen daher gigantische Filter zum Einsatz kommen. Aber auch die Materialforschung trägt ihren Teil zu Luftfilterungsmaßnahmen bei. Der innovative Betonzusatzstoff „Photoment“ soll ebenfalls die Luft und somit auch die Lebensqualität in Städten erhöhen. Dank der photokatalytischen Aktivität, baut der Beton-Zusatzstoff gesundheitsschädliche Stickoxide direkt aus der Luft ab.


Photoment gewinnt GreenTec Award

Die STEAG Power Minerals hat den innovativen Betonzusatzstoff entwickelt und konnte damit auch die Jury der GreenTec Awards überzeugen. Der Betonzusatzstoff Photoment konnte in der Kategorie „Urbanisierung“ einen Award abräumen. Es gibt verschiedene Ansätze, Mega-Städte in Zukunft einigermaßen Smog-frei zu halten. Der Betonzusatzstoff aus Nordrhein-Westfalen könnte es allerdings an die Spitze der innovativsten und gleichzeitig auch wirtschaftlichsten „Filter“ schaffen. Nach wie vor kommen Städteplaner und Erbauer nicht um den Einsatz von Beton als Bausubstanz herum. Wenn man schaut, wie viel Beton verwendet wird, kommt man bei großen Städten schon auf ansehnliche Flächenzahlen. Es wäre daher sehr zu begrüßen, wenn die Mega-Gebäude und Pflasterwege in Zukunft auch als gigantische Luftfilter fungieren würden und die Luft reinigen.


„Jede Woche ziehen rund um den Globus etwa 1,4 Millionen Menschen in Städte. Um die Lebensqualität im städtischen Raum zu erhöhen, ist saubere Luft ein wichtiger Faktor. Die STEAG Power Minerals GMBH liefert mit ihrem smarten Baustoff dafür einen wichtigen Beitrag“, sagt Dr. Stefan Franzke, Sprecher der Geschäftsführung von Berlin Partner. Zusammen mit dem GreenTec Awards-Gründer Sven Krüger hat Franzke den Preis überreicht.


Und so funktionierts

Durch Zufall entstanden

In Zukunft dürften umweltverträgliche Baustoffe einen hohen Stellenwert einnehmen und natürlich auch für Länder wie China durchaus interessant sein. So ist auch das chinesische Wirtschaftsministerium auf den Photoment bereits aufmerksam geworden und möchte in naher Zukunft Betonpflaster chinesischer Kleinstädten damit versorgen. Ein großer Markt also der sich da eröffnet. Interessant ist übrigens auch, dass die Idee des neuartigen Zusatzstoffes laut STEAG Power Minerals Unternehmenssprecher Andreas Hugot zufällig entstanden ist. Photoment wurzelt nämlich auf einer Idee eines kreativen Mitarbeiters, der herausfand, dass sich Titandioxide mit Flugasche verbinden lassen. Im Labor tüftelte man dann an dieser Überlegung und mischte in der Folge den photokatalytisch aktiven Zusatzstoff für Betonflächen zusammen. Damit lassen sich Stickoxide um 12 Prozent reduzieren.

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