Das Parlament der Balearen gibt jetzt richtig Gas. Ende Januar brachten die Politiker ein Gesetz auf den Weg, das als echter Rundumschlag gegen Plastikmüll gilt. Viele Einweg-Produkte werden auf Mallorca und seinen Nebeninseln bald schon verboten sein. Außerdem soll die Recycling-Quote drastisch in die Höhe schnellen. Ein wichtiger Schritt in die Zukunft für das beliebte Urlaubsparadies.


Von Jonas Droste – Jonas Droste, www.balearentraum.de, CC BY-SA 3.0 de, Link

Stiele von Lollis und Wattestäbchen nur noch in „Mehrweg“

Ab Januar 2021 soll es losgehen, bis dahin haben die angesiedelten Unternehmen Zeit, die Umstellung vorzubereiten. Alu-Kaffeekapseln finden sich in zwei Jahren auf der roten Liste wieder, sie müssen durch biologisch abbaubare Produkte ersetzt werden. Rasierklingen, Toner, Druckerpatronen und Feuerzeuge sind zeitgleich in der Einwegversion nicht mehr gestattet, Mehrwegwaren müssen her. Die Stiele von Lollis und Wattestäbchen sollen ab 2021 bitteschön aus wiederverwertbaren Materialien bestehen und die Verpackungen von Feuchttüchern erhalten einen Aufdruck, der auf die Umweltschädlichkeit hinweist. Strohhalme, Teller, Becher und Besteck aus Plastik werden bald schon ein absolutes No-Go sein: Das klingt beinahe schon wie eine Revolution in dieser schnelllebigen Instant-Welt, die größtenteils vom Spaß dominiert wird.

Recycling-Quote erst auf 50, dann auf 65 Prozent

Zudem haben die Parlamentarier die Recycling-Quote ins Visier genommen. Im Jahr 2021 sollen Glas, Plastik, Papier und Biomüll zu mindestens 50 % wiederverwertet werden. 2030 schnellt die Quote dann auf 65 % oder mehr hoch, wenn alles gut geht. Einweg-Wasserflaschen dürfen nicht mehr in den Verkauf gelangen, doch in den Gaststätten der Inseln soll es auf Wunsch gratis Leitungswasser für Gäste geben. Die öffentlichen Gebäude werden mit Trinkwasserspendern ausgestattet, als Gefäße dienen ausschließlich wiederverwertbare Becher. Alles in allem ein rundes Konzept, das sehr ambitioniert klingt. Da aber vor allem Mallorca und Ibiza zur Sommerzeit im Plastikmüll versinken, wird es tatsächlich höchste Zeit, ernste Maßnahmen zu ergreifen! Vielleicht greifen diese Schritte auch bald schon aufs Festland über, wer weiß? Die Veränderungen liegen ohnehin weltweit in der Luft.


Quelle: mallorcazeitung.es

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1 Kommentar

  1. David Kummer

    11. Februar 2019 at 10:20

    Verbohte sind meist sinnlos. Die MENSCHEN lassen sich nicht gerne etwas aufzwingen. Das war schon immer so. Und es wird wohl auch so bleiben. Den die „“Angst vor Veränderung““, ist nun mal größer als die vorm Tot. Verzweiflung oder Hoffnung, ist das einzige was dagegen hilft.

    Nein, viel sinnvoller wäre es, wenn auf ALLE Produckte ein Pfand erhoben wird. Und das muss einer sein, für den sich Menschen dann hinstellen, um die Waren wieder einzusammeln.
    Und schon wird das Proplem von alleine gelöst.
    Wir haben es doch in Deutschland selber gesehen, als der Pfand auf Plastikplaschen kam, war auf einmal die Umwelt frei davon. Nur muss das Konzept eben auf ALLES ausgeweitet werden.

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