Viele Diäten scheitern schon daran, dass die Menschen deutlich mehr Kalorien zu sich nehmen, als sie wahrhaben wollen. Denn bisher muss jede Nahrungsaufnahme dokumentiert und ausgewertet werden, um die tatsächliche Kalorienaufnahme zu ermitteln. Forscher der Tufts University in den Vereinigten Staaten könnten nun aber eine überraschende Lösung für das Problem gefunden haben: Sie entwickelten einen Mikrochip, der auf dem Zahn eines Menschen aufgebracht wird und dort dann erfasst, wie viel Zucker, Salz und Alkohol der Mensch zu sich nimmt. Dies ist aber nur der Anfang. Denn theoretisch kann mit dieser Methode auch jeder andere beliebige Stoff erfasst werden. Prof. Fiorenzo Omenetto, einer der Co-Autoren des Papiers, erklärte dazu: „Wir sind lediglich durch unsere Kreativität beschränkt!“


Foto: SilkLab, Tufts University

Die Daten können von einer App erfasst und ausgewertet werden

Der Chip selbst ist quadratisch und besitzt eine Größe von lediglich zwei Millimetern. Innerhalb des äußeren Goldrahmens befindet sich eine Sensorschicht, die mit verschiedenen Chemikalien reagiert. Abgerufen werden die Ergebnisse dann mithilfe passiver Funktechnik. Dabei werden Radiowellen auf den Chip geleitet. Einige dieser Strahlen werden reflektiert, andere absorbiert, je nachdem, wie viel einer bestimmten Chemikalie aufgenommen wurde. Eine App kann daraus dann wiederum genaue Werte berechnen. Wer also in der Mittagspause schnell ein paar Süßigkeiten genascht hat, kann dies später nicht einfach unter den Tisch fallen lassen. Denn die Daten des Mikrochips sind unbestechlich.

Ein Endprodukt für den Verbraucher gibt es noch nicht

Erfasst werden zudem sowohl Speisen als auch Getränke. Auch die Anwendungsmöglichkeiten sind vielseitig. Denn natürlich kann der Chip nicht nur im Mund messen, wieviel Zucker der Körper aufgenommen hat, sondern auch auf anderen Oberflächen etwa die Chemikalienbelastung erfassen. Eine Problematik wurde von den Wissenschaftlern allerdings noch nicht adressiert: Es ist nicht klar, wie oft der Chip ausgetauscht werden muss. Bisher handelt es sich zudem um einen rein wissenschaftlichen Ansatz, ein konkretes Produkt für den Endverbraucher gibt es noch nicht. Im Bereich des Diät- und Gesundheitswesens könnte die neue Technologie aber ein nicht unerhebliches Potential entfalten.


Via: New Atlas

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