Ekelbilder auf Zigarettenschachteln sind in Ländern wie Australien beispielsweise schon seit Jahren abgedruckt. Im kommenden Jahr sollen faulende Raucherbeine, krebszerfressene Raucherlungen und schwarze Zahnstümpfe auch in Deutschland die Zigarettenschachteln „zieren“.


Ekelbilder auf Kippenschachteln sollen Raucherquote schmälern

Schon im Frühjahr 2016 sollen die ersten Zigarettenschachteln mit Schockbilder-Aufdrucken auch in Deutschland auf den Markt kommen. Die markanten Illustrationen sollen Raucher vermehrt von dem Genussmittel abschrecken und vor Augen führen, was sie ihren Körper mit jeder einzelnen Zigaretten zumuten. Ab Mai 2016 sollen zwei Drittel der Vorder- und Rückseite von Zigaretten- und Drehtabak-Verpackungen mit abschreckenden Bildern versehen werden. Noch heute soll der bereits von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) vorgelegte Gesetzentwurf beschlossen und die ausgehandelte EU-Richtlinie für Tabakprodukte auch im deutschen Recht manifestiert werden. Neben den Gruselbildern auf den Kippenschachteln, sollen in Zukunft auch Aromen verschwinden, die beigemischt werden um den Tabakgeschmack zu überdecken. Zudem sind auch Werbeverbote für E-Zigaretten geplant.


Über 100.000 Tote im Jahr durch rauchen

Das langfristige Ziel der neuen Gesetzesinitiativen ist es die Raucherquote langfristig zu senken und vor allem auch Jugendliche von der Zigarette fern zu halten. In Deutschland sind pro Jahr knapp 110.000 Todesfälle unmittelbar auf das Rauchen von Tabakerzeugnissen zurück zu führen. Schon zum Jahreswechsel bietet es sich allerdings an mit dem Rauchen aufzuhören oder zumindest den Konsum zu minimieren. Gute Vorsätze für das neue Jahr in Kombination mit den ziemlich ekligen Bildern auf den Kippenschachteln könnten durchaus den einen oder anderen Raucher zum Aufhören motivieren. Eingefleischte Raucher dürften sich jedoch auch von den Schockbildern nicht großartig aus der Fassung bringen lassen. Ein Versuch ist es jedoch allemal wert.

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