Einer aktuellen Studie zufolge sind ein größerer Busen und das Spritzen von Botox auch in Deutschland ein anhaltender Trend. Brustvergrößerungen sind sogar die Nummer 1 im Hinblick auf die begehrtesten Schönheitsoperationen. Hinter der Lidstraffung erreichen die Behandlungen mit dem Nervengift Botox jedoch auch schon Rang 3. Laut dem Schönheitschirurgen Sven von Saldern sind es verstärkt minimalinvasive und nicht invasive Behandlungen, die an Beliebtheitsgrad zunehmen und einer klassischen OP vorgezogen werden. Am Mittwoch stellte die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) die aktuelle Patientenbefragung vor.


Schönheits-Ops
Foto: Schönheits-OPs; Bin im Garten CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Patienten werden älter

Wer glaubt, dass Schönheitsoperationen ein zunehmender Trend bei jungen Leuten ist, der hat sich den aktuellen Zahlen nach jedoch geirrt. Im Schnitt sind die Patienten 41 Jahre alt, die sich freiwillig unter das Messer legen. Im Hinblick auf das aktuelle Durchschnittsalter sei die Tendenz sogar steigend. Auch Männer lassen ab und zu eine Lidstraffung über sich ergehen oder ein wenig Fett absaugen. Hier konnte jedoch ein kleinerer Rückgang im Vergleich zu den Zahlen aus den Vorjahren festgestellt werden. In Deutschland beträgt der Männeranteil bei den Schönheits-OPs 14,7 Prozent. Dabei lassen 18,5 Prozent regelmäßig eine Lidstraffung vornehmen. 17,4 Prozent bevorzugen die Fettabsaugung und 10,8 Prozent lassen sich mit Botox behandeln. Einst haben Nasenkorrekturen das Ranking angeführt. Dieser Trend ist jedoch vorbei. Laut der DGÄPC-Studie lässt nur noch jeder 20. männliche Patient eine Nasenkorrektur vornehmen. Nach wie vor gefragt, sind allerdings auch Intimkorrekturen. Bei Männern belegen diese Platz 5 und bei Frauen Platz 10.

Frauen und Männer erhoffen sich nach der OP ein besseres Lebensgefühl

Bei den Frauen ist nach wie vor die Vergrößerung des Busens am gefragtesten. Der Anteil beträgt 18 Prozent. Eine Straffung der Augenlider ist jedoch auch sehr beliebt und wird von vielen sogar der Behandlung von Botox, die einen Anteil von 13 Prozent ausmacht, vorgezogen. Die aktuelle Studie bringt jedoch noch weitere Erkenntnisse auf den Punkt. So wurden die Patienten in diesem Jahr auch erstmals zu ihren Beweggründen befragt. Mehr als 75 Prozent gaben dabei an durch die Eingriffe ein besseres Lebensgefühl erreichen zu wollen.


Die anonyme Befragung fand im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2014 statt und umfasst 1326 Patientenmeinungen. Die Ergebnisse zeigen wohin der Trend geht, aufgrund der recht überschaubaren Zahlen ist die Studie jedoch nicht repräsentativ.

(DGÄPC)

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