Die industrielle Revolution muss für die damaligen Menschen tief beeindruckend gewesen sein: Jahrzehntelang folgte eine Erfindung auf die nächste, vom Telefon über das Auto bis hin zum elektrischen Licht. Das Jahr 1900 markierte einen Höhepunkt und gab zugleich Anlass für die Frage: Wo wird uns dieses neue Jahrhundert hinführen? Designer von Schokoladenpapier lieferten interessante Antworten!


Kreative Zukunftsvisionen auf Schokoladenverpackungen

Der damalige deutsche Schokoladenhersteller Hildebrand veröffentlichte um 1900 eine Sonderedition seiner Spezialitäten, gehüllt in buntes Motivpapier. Die Verpackungen zeigten verschiedene Zukunftsvisionen, die das futuristische Jahr 2000 in Szene setzten. Bei genauerer Betrachtung lagen die Künstler mit ihren Visionen gar nicht so sehr daneben – manches bleibt aber reine Fantasie.


Zu einem Bühnenstück muss im Jahr 2000 niemand mehr persönlich anwesend sein, die Aufführung wird per Beamer oder akustisch über einen Hörer übertragen. Das ist wie Fernsehen und Radio, nur ein kleines bisschen anders. Die Mode hat sich allerdings im Laufe eines Jahrhunderts doch in eine etwas andere Richtung entwickelt.

Mobiles Wohnen, das ist ein ganz aktuelles Thema! Die Schoki-Designer stellten sich vor, dass man in Zukunft ganze Häuserblocks durch die Gegend karren kann, mit Hilfe einer starken Dampfmaschine. Wahrscheinlich ginge das tatsächlich, doch erweist es sich als sehr viel praktikabler, mit dem Tiny House oder dem Wohnwagen unterwegs zu sein.

Der Bürgersteig bewegt sich zwar heutzutage nicht von selbst vorwärts, und schon gar nicht nach oben, doch ähnelt das dargestellte System verblüffend einer Rolltreppe: Und die gab es im Jahr 2000 schon lange!

Individuelle Mobilität war im Jahr 1900 längst zum Begriff geworden, nur nicht in der Luft, sondern per Auto auf dem Boden. Wer es sich im 21. Jahrhundert leisten kann, der kauft oder mietet sich ein Kleinflugzeug bzw. einen Hubschrauber und düst damit von A nach B.

Eine Eisenbahn, die zu Wasser und zu Land fährt: In Zeiten starker Dampfmaschinen erschien einfach alles möglich! Im Jahr 2000 gab es tatsächlich bereits eine Menge Amphibienfahrzeuge, angefangen vom Hovercraft über den wassertauglichen Panzer bis zum Amphi-Ranger. Nur keine Amphibien-Eisenbahn.

Schlechtes Wetter? Kein Problem! Das ändern wir einfach mit der Wettermaschine. Das Impfen von Wolken mit Silberjodid ist zwar im Jahr 2000 keine gängige Praxis, kommt aber durchaus das eine oder andere Mal vor.

Diese Erfindung toppt das Glass-Bottom-Boat, das heutzutage in touristischen marinen Hochburgen Gang und Gäbe ist! Der Kreuzfahrtanbeiter Ponant soll inzwischen sogar Kabinen mit Aussicht unterhalb der Wasserlinie anbieten, und in einem U-Boot erkundet die Menschheit den Meeresgrund.

Flanieren auf dem Wasser, an Heliumballons hängend – Fahren auf dem Wasserrad – Reiten in der Wasserkutsche! Die Realität sieht heute schon ein bisschen anders aus, doch Jetskis, Surfbretter und Stand-up-Paddling reichen schon recht nah daran heran.

Einbrecher durch die Wand zu beoachten, das erleichtert der Polizei die Arbeit! Strahlen, die durch Objekte hindurchgehen und zeigen, was sich dahinter befindet, sind im Jahr 2000 weit verbreitet: Man nennt sie Infrarot, Röntgen oder Ultraschall.

Der gemütliche Urlaub am Nordpol in teilgrüner Landschaft: Ob die Designer damit den Klimawandel vorhersahen, ist zweifelhaft, doch dem heutigen Betrachter drängt sich dies förmlich auf. Zeppeline zur Touristenbeförderung haben sich allerdings nicht durchgesetzt, aber Transatlantikflüge nehmen häufig die Route über Grönland, wo sich den Passagieren das leider nicht mehr ewige Eis aus luftiger Höhe präsentiert.

Ja, die Zeppeline mal wieder: Was damals als bahnbrechende Erfindung galt, dient heute nur noch der sporadischen Unterhaltung. Über dem Bodensee fliegt beispielsweise ein Zeppelin, das gut zahlende Lufttouristen mit an Bord nimmt; doch besonders weit verbreitet ist dieser Trend nicht. Ballonfahrten sind dagegen nicht ganz so selten, doch der Sonntagnachmittagsspaziergang findet weiterhin am Boden statt.

Quelle: paleofuture.com

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