Ein vergessener Schlüssel ist durchaus ein Ärgernis. Wer vor einer verschlossenen Tür steht, obwohl er eigentlich jede Menge zu erledigen hätte, dürfte sich regelmäßig wünschen, es gäbe eine andere Lösung die Tür zu öffnen. Auch geklaute und dauerhaft verlegte Schlüssel sind kein seltenes Phänomen. Die Schwedin EmilottLantz hat sich nun allerdings für eine recht radikal scheinende Lösung des Problems entschieden: Sie ließ sich einen Mikrochip unter die Haut der rechten Hand implantieren.


Microchip Hand
Emilott Lantz lässt sich Microchip unter die Haut stechen (via Mikael Hansson/InfoTech Umeå)

Bereits mehr als 100 Schweden mit Chip unter der Haut

Lantz arbeitet bei einem IT-Beratungsunternehmen und ist nach eigenen Angaben genervt von der schieren Anzahl an Schlüsseln, die sie regelmäßig mit sich herumtragen muss. Als daher auf der IT-Konferenz „Sime 2014“ die Möglichkeit zu einer kostenlosen Chip-Implementierung bestand, zögerte die 25-Jährige nicht lange. Sie ist dabei erstaunlicherweise nicht die erste Schwedin, die sich dieser Prozedur unterzog. Schätzungen zu Folge dürfte es alleine in Schweden mehr als 100 Menschen mit einem solchen Mikrochip in der Hand geben.

Lantz ist aber der erste Fall, der einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wird. Auf lange Sicht soll der Chip es ermöglichen, dass sie weder Schlüssel mitbringen, noch sich an Passwörter oder Zahlenkombinationen erinnern muss. Ein einfaches Wedeln mit der Hand soll dann genügen, um sich zu identifizieren. Als ersten Schritt lässt Lantz momentan ihre Bürotür mit der entsprechenden Technik ausstatten – und spart so dauerhaft einen Schlüssel ein. Der Mikrochip ist dabei so entworfen, dass er den Rest ihres Lebens unter der Haut bleiben und seine Arbeit verrichten kann.


Diskobesucher zahlten mit Mikrochip

Ganz neu ist die Idee allerdings nicht. Tiere bekommen schon heute regelmäßig Mikrochips unter die Haut gepflanzt, damit sie einfacher identifiziert werden können. Bereits 2004 sorgte eine spanische Diskothek zudem mit dem so genannten „Chip-Dienstag“ für Aufsehen. Zu diesem Termin konnten sich Stammkunden einen Mikrochip implementieren lassen und zukünftig komplett auf Bargeld verzichten. Sämtliche Zahlungsvorgänge liefen vollautomatisch per Online-Banking ab.

Quelle: Übergizmo

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1 Kommentar

  1. Thomas

    20. November 2014 at 14:16

    Schon eine verrückte Idee den Schlüsselbund unter der Haut zu tragen. Ich habe zuletzt ein Video gesehen, in dem sich ein junger Mann einen NFC-Chip hat implementieren lassen, total irre. Ein Trend der Zukunft!

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