Noch ist der Anteil von Bio-Lebensmittel am gesamten Markt für Nahrungsmittel vergleichsweise gering. Seit einigen Jahren können aber zumindest enorme Wachstumsraten verzeichnet werden. Die positiven Effekte dieser Entwicklung werden oft benannt: Bio-Lebensmittel sind im Idealfall gesünder, schonen die Umwelt und setzen neue Standards in Sachen Tierschutz. Eine Studie der „Chalmers University of Technology“ beschäftigt sich nun aber mit einem oftmals übersehenen negativen Effekt: Die biologische Landwirtschaft hat nachteilige Auswirkungen auf den Kampf gegen den Klimawandel. Bei in Schweden angebauten Erbsen errechneten die Forscher beispielsweise, dass die Belastung für das Klima in etwa doppelt so hoch ist wie bei der konventionellen Variante. Bei Winterweizen liegt der Wert sogar noch einmal höher.


Im Supermarkt ist die Auswahl oftmals groß – und die Entscheidung daher schwierig.

Für die Bio-Landwirtschaft werden mehr Flächen benötigt

Um diesen Effekt zu verstehen, muss man sich mit den Vorteilen des chemischen Düngers beschäftigen. Dieser wurde ursprünglich entwickelt, um auf den vorhandenen landwirtschaftlichen Flächen mehr Ertrag zu erwirtschaften. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass bei einem Umstieg auf den Bio-Anbau wieder mehr Fläche benötigt wird. Denn die Zahl der benötigten Lebensmittel wird dadurch ja nicht geringer. Den Ergebnissen der Studie zufolge führt dies dazu, dass immer mehr Wälder gerodet werden, um eine landwirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen – wodurch das dort gespeicherte CO2 freigesetzt wird. Weil der Lebensmittelhandel global organisiert wird, tritt dieser Effekt auch ein, wenn Bauern in Schweden auf Bio-Anbau umstellen, obwohl die Wälder dort extrem gut geschützt sind und im Land selbst keine Rodungen stattfinden.

Fleisch ist klimaschädlicher als Gemüse

Interessanterweise gilt dies auch in der Fleischproduktion, obwohl 500 Bio-Kühe natürlich genau so viel Platz verbrauchen wie 500 konventionell gehaltene Tiere. Weil die Bio-Kühe aber mit Bio-Tierfutter gefüttert werden, tritt auch hier der oben geschilderte Effekt ein. Verbraucher, die beim Einkauf ihren CO2-Fußabdruck reduzieren wollen, sollten also nicht auf das Bio-Label achten, sondern vor allem drei Grundsätze beachten. Zum einen sind lokal produzierte Lebensmittel immer besser als importierte Produkte. Außerdem hat die Menge der verbrauchten Lebensmittel einen Einfluss. Wer regelmäßig zu viel kauft und Sachen wegwerfen muss, erhöht so ebenfalls unnötig die Belastung für das Klima. Und zuletzt gilt natürlich: Fleischprodukte sind deutlich schädlicher als Obst und Gemüse. Dies trifft unabhängig von der Frage nach Bio-Anbau oder konventioneller Landwirtschaft immer zu.


Via: Business Insider

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2 Kommentare

  1. A.M.

    19. Dezember 2018 at 11:20

    Nach dieser Studie sollten wir nur chemische und giftige Obst und Gemüse essen um Umwelt zu retten. Großeres Unsinn habe ich noch nicht gelesen. 🙁

  2. Joachim Griener

    19. Dezember 2018 at 11:41

    Für mich ist der angebliche vom Menschen verursachte Klimawandel nichts weiter als ein natürlicher Prozess der dazu genutzt wird um das Volk zu verarschen um ihm neue fussfesseln zu verabreichen und die Macht der „wenigen“ wohlhabenden zu stärken . Eines haben wir aber alle gemeinsam – egal was man vorne reinsteckt hinten kommt scheisse raus …

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