Zunächst einmal klingt es ein wenig merkwürdig, wenn die Polizei neue Streifenwagen zum Stückpreis von mehr als 100.000 Dollar anschafft. Immerhin handelt es sich um das Geld der Steuerzahler. Doch in Basel versichern die zuständigen Beamten: Es handelt sich nicht um einen Luxus-Kauf – vielmehr soll langfristig sogar Geld gespart werden. Insgesamt wurden sieben alte Diesel-Fahrzeuge durch sieben neue Tesla Model X 100Ds ersetzt. Schaut man sich nur die Anschaffungskosten an, ergibt sich eine enorme Preissteigerung. Verglichen mit den bisher genutzten Modellen sind die Elektroautos stolze 49.000 Dollar teurer. Doch weil die Beamten in den nächsten Jahren nun nicht mehr tanken müssen, soll sich die Investition langfristig rechnen. Eine Ausschreibung erfolgte nicht, weil Tesla der einzige Anbieter auf dem Markt war.


Tesla Model X
Tesla Model X Elektro-SUV

Der Datenschutz verzögerte die Zulassung

Unmittelbar nach dem Kauf traten allerdings an anderer Stelle Probleme auf. Denn der Einsatz der Fahrzeuge wurde aufgrund von Bedenken bezüglich der Datensicherheit zunächst gestoppt. Der Hintergrund: Tesla kann den aktuellen Standort seiner verkauften Fahrzeuge erfassen. Bei einem Polizeifahrzeug ist dies aber eher unpraktisch. Inzwischen wurde geklärt, dass diese Tracking-Funktion vollständig abgeschaltet werden kann, sodass keine entsprechenden Daten mehr erfasst werden. Zusätzlich versicherte der Konzern, dass innerhalb des Fahrzeugs keine Gespräche aufgezeichnet werden. Auch in diesem Punkt hatte es kritische Nachfragen gegeben, weil sich einige Funktionen per Sprachsteuerung aktivieren lassen. Insgesamt dauerte es rund vier Monate, die Bedenken der Datenschützer weitgehend auszuräumen. Die Genehmigung erfolgte allerdings auch jetzt nur unter Auflagen.

In Luxemburg gibt es bereits Polizeifahrzeuge von Tesla

Nach diesen Querelen sind nun aber die ersten Tesla-Polizisten in der Schweiz unterwegs. Von den drei offiziell bisher zugelassenen Fahrzeugen sind allerdings immer nur zwei gleichzeitig im Einsatz. Das dritte Auto bleibt hingegen zunächst als Reserve in der Garage. Offensichtlich will man sicherstellen, dass keine Beamten aufgrund von unerwartet auftretenden Problemen zu Fuß auf Streife gehen müssen. Langfristig ist dann allerdings geplant, alle sieben Fahrzeuge gleichzeitig zum Einsatz zu bringen. Erfahrungswerte austauschen können die Baseler Beamten zudem mit den Kollegen aus Luxemburg. Dort werden Tesla-Fahrzeuge bereits seit rund zwei Jahren von der Polizei genutzt. Allerdings entschied man sich in dem Herzogtum für das Model S des Elektroautoherstellers. Über Probleme mit der Reichweite oder den Ladezeiten wurde bisher nichts bekannt.


Via: Telebasel

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