In der Nähe der ungarischen Hauptstadt Budapest ist ein von der einheimischen Firma Magnus Aircraft in Zusammenarbeit mit Siemens entwickeltes Elektroflugzeug in ein Maisfeld gestürzt. Dabei kamen der Pilot und ein Passagier ums Leben. Der Hersteller des Flugzeugs bestätigte den Unfall, verwies aber darauf, dass die Unglücksursache noch völlig unklar ist. Aktuell befinden sich zahlreiche Flugexperten an der Unglücksstelle und sollen am Ende ihrer Arbeit einen Bericht vorlegen. Erschwert werden könnte die Analyse allerdings durch unterschiedliche Zeugenaussagen. So wurde teilweise berichtet, das Flugzeug habe in niedriger Flughöhe Feuer gefangen und sei dann abgestürzt. Andere Beobachter sahen das Feuer hingegen erst infolge des Aufpralls auf dem Boden entstehen.


Foto: Magnus Aircraft

Der Jungfernflug des Elektrofliegers verlief im Jahr 2016 erfolgreich

Entwickelt wurde das Flugzeug des Typs Magnus eFusion von der gleichnamigen ungarischen Firma. Die Batterie und das Antriebssystem stammen von Siemens. In dem Flugzeug finden zwei Personen Platz. Diese dürfen allerdings nicht zu schwer sein. Denn das Leergewicht des Flugzeugs beträgt 410 Kilogramm, während die maximale Abflugmasse bei lediglich 600 Kilogramm liegt. Der Jungfernflug mit reinem Elektroantrieb fand am 11. April 2016 statt. Seitdem handelt es sich um einen Experimentalflieger, der wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung liefern soll. Eine kommerzielle Nutzung findet bisher noch nicht statt. Es gibt den eFusion zudem auch als Hybrid-Version mit Elektro- und Dieselantrieb. Ob es sich bei dem abgestürzten Flugzeug um die reine Elektroversion oder die Hybrid-Variante handelte, ist noch unklar.

Mit Elektroflugzeugen werden große Hoffnungen verbunden

In jedem Fall stellt der Absturz einen schweren Rückschlag für die sich entwickelnde Industrie der Elektroflugzeuge dar. Es ist daher von enormer Bedeutung, die Ursachen möglichst schnell und gründlich aufzuarbeiten. Potentiell bringen Flugzeuge mit Elektroantrieb eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich: Sie verursachen keine Klimaemissionen, die Lärmbelastung für Natur und Anwohner sinkt und es muss weniger teures Öl importiert werden. Es handelt sich zudem um eine Zukunftstechnologie, in der auch europäische Startups ganz vorne mitspielen. Neben der ungarischen Firma Magnus Aircraft ist dies beispielsweise auch das Münchener Unternehmen Lilium Aviation, das unter anderem Frank Thelen als Investor gewinnen konnte.

Via: Magnus Aircraft


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