Flugzeuge verursachen natürlich genauso wie Autos und Schiffe auch Klimaemissionen. Diese entstehen zu einem Großteil in der Luft und somit deutlich näher an der Erdatmosphäre – was sie noch gefährlicher macht. Mögliche emissionsfreie Alternativen wie Elektroflugzeuge stehen aber noch ganz am Anfang des Entwicklungszyklus. Trotzdem können Airlines und Flugzeughersteller schon jetzt durchaus eine Menge tun, um die Belastungen für das Klima zu reduzieren. Der Billigflieger Easyjet hat nun konkrete Zahlen für die Entwicklung innerhalb dieses Jahrtausends präsentiert. Demnach konnten die CO2-Emissionen pro Passagier von 116,2 Gramm auf 79,98 Gramm gesenkt werden. Erstmals in der Geschichte der Airline wurde damit die Grenze von 80 Gramm pro Passagier und Flug unterboten.


Foto: Easyjet

Neue Flugzeuge sind in der Regel deutlich spritsparender

In den nächsten Jahren sind zudem weitere Einsparungen geplant. So soll der Wert bis zum Jahr 2020 auf 77 Prozent sinken und hätte sich damit in diesem Jahrtausend immerhin um ein Drittel reduziert. Möglich wurde dies zum einen durch deutlich effizientere Flugzeuge. Um die Preise pro Passagier möglichst niedrig halten zu können, setzen viele Billigflieger auf neue und spritsparende Flugzeuge. Diese verursachen aber natürlich auch weniger Klimaemissionen. Esayjet hat zudem einige besondere Baumaßnahmen umgesetzt, die für eine weitere Reduzierung des Spritverbrauchs sorgen sollen. So wurden beispielsweise leichtere Sitze verbaut und es kamen aerodynamischere Flügelspitzen zum Einsatz. Gleichzeitig führten aber auch einige operative Vorgaben zu weniger Emissionen.

Die höhere Auslastung reduziert die Emissionen pro Passagier

So können die Piloten nun während der Fahrt auf dem Rollfeld lediglich zwei der vier Motoren anschalten. Aber auch Maßnahmen zur Erhöhung der Auslastung der Flüge führen im Endeffekt dazu, dass die Klimaemissionen pro Passagier sinken. In diesem Bereich sind die Billigflieger in der Regel besonders erfolgreich. Einen großen Wermutstropfen hat die Klimabilanz von Easyjet allerdings: Weil das Unternehmen insgesamt kräftig gewachsen ist, sind die Klimaemissionen in absoluten Zahlen natürlich weiterhin gestiegen. Die Luftfahrtbranche hat sich allerdings verpflichtet, ab dem Jahr 2020 sämtliche Steigerungen durch entsprechende Ausgleichsmaßnahmen auf dem Boden zu neutralisieren. Dies könnte dafür sorgen, dass noch mehr Airlines auf eine starke Reduzierung der Emissionen pro Passagier hinarbeiten.


Via: Businessgreen

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