Eine lästige Mücke tatsächlich mit der Hand zu erwischen, sodass die Angriffe endlich ein Ende haben, ist gar nicht so leicht. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass es sich trotzdem lohnt, ordentlich nach den Biestern zu schlagen, denn sie merken sich den Geruch wehrhafter Opfer – und suchen sich lieber jemanden, der sein Blut freiwillig hergibt.


Mehrere Tage später erinnern sie sich noch an schlechte Erfahrungen

Die besagten Forscher an der University of Washington in Seattle nebelten Mücken mit menschlichen Ausdünstungen ein, während eine Vibrationsmaschine für richtig viel Stress sorgte. Die Insekten sollten sozusagen glauben, man jage sie, oder zumindest einen entsprechenden Stress empfinden. Am nächsten Tag wurden die Tiere in ein Y-förmiges Rohr eingebracht, wo sie an einem Ende den von vorher vertrauten Geruch wahrnahmen – und am anderen Ende einen anderen Körperduft. Sie mieden deutlich den bekannten Geruch, und zwar etwa so signifikant, wie sie den Kontakt zum starken Mückenabwehrmittel DEET scheuen. Sogar mehrere Tage später erinnerten sie sich noch an die unangenehmen Erfahrungen und schlugen eine andere Richtung ein, sobald sie wieder mit dem Stress-Duft konfrontiert wurden. Dabei zeigte sich auch, dass eine Mücke, deren Körper aus genetischen Gründen kein Dopamin produzieren kann, größere Schwierigkeiten hat, Gerüche wiederzuerkennen und richtig einzuordnen. Der wichtige Neurotransmitter leitet Signale zwischen den Nervenzellen weiter.


Die sicherste Methode der Mückenbekämpfung: der tödliche Schlag!

Allerdings bleibt die Frage offen, ob sich die Wehrhaftigkeit auch dann bezahlt macht, wenn man das einzige potentielle Opfer weit und breit ist. Wahrscheinlich besteht die sicherste Methode der Mückenbekämpfung trotz allem noch immer darin, das Insekt tödlich zu treffen. So gerät man gar nicht erst in die Gefahr, sich allein auf das Erinnerungsvermögen des Blutsaugers verlassen zu müssen. Eine weitere wohlriechende Person im Raum könnte allerdings auch hervorragend als Opferanode wirken, wenn die Mücke beim ersten menschlichen Anflugziel keinen Stich landen kann. Was lernen wir daraus? Leute, schlaft besser zu zweit – und setzt euch gegen eventuell anwesende Mücken kräftiger zur Wehr als euer Bettnachbar! Dann bleibt ihr wahrscheinlich unbehelligt vom Besuch des sechsbeinigen Mini-Vampirs.

Quelle: welt.de

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