Australische Forscher haben neusten Studien zufolge herausgefunden, dass das oftmals als „Liebeshormon“ bezeichnete Oxytocin vor dem Alkohol-Rausch schützt. In einem Experiment mit Ratten konnte die Wirkung recht gut verdeutlicht werden. Studienausweitungen auf Menschen sollen in der Folge geschehen. In Zukunft könnte uns also die Einnahme einer kleinen Pille vor einem Alkohol-Rausch bewahren. In Kombination mit dem Hormon werden die Sinne auch nach dem Konsum von Alkohol nicht vernebelt.


Oxytocin lässt Alkohol nicht ins Hirn

Insgesamt haben die Forscher auf drei Kontrollgruppen gesetzt. Eine Ratte bekam Alkohol. Ein weiteres Tier bekam Alkohol und zusätzlich auch Oxytocin injiziert. Ein drittes Tier wurde nüchtern kontrolliert. Bei den Beobachtungen konnte festgestellt werden, dass das nüchterne Tier und das Tier mit Alkohol und Oxytocin im Blut sich kaum von den Bewegungsmustern her unterschieden. Beide Tiere visierten ihre Ziele treffsicher an, während das Tier unter Alkoholeinfluss sichtbar berauscht war und sich kaum bewegte.


Im Ergebnis konnte festgehalten werden, dass die Ratten mit Alkohol im Blut und Oxytocin im Hirn keinerlei typischer Koordinationsschwächen aufzeigten. Schilderungen seitens der Wissenschaftler nach, die auch im Forschermagazin „PNAS“ notiert wurden, verhindert das Liebeshormon, dass der Alkohol in bestimmte Regionen des Gehirns eindringt. Die Wissenschaftler konnten in früheren Studien schon nachweisen, dass Oxytocin auch das Verlangen nach Alkohol hemmt. Das Hormon spielt eine Rolle im Sozial- und Sexualverhalten, so dass es oftmals auch als „Kuschelhormon“ bezeichnet wird.

Die Erkenntnisse der aktuellen Studie könnte den Weg für neue Therapien für Alkoholkranke ebnen.

Quelle: University of Sydney

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1 Kommentar

  1. Maximilian

    26. Februar 2015 at 13:53

    Falls die Gabe des Hormons zukünftig tatsächlich in der Therapie für Alkohlkranke eingesetzt werden könnte, wäre das ein großer Meilenstein in der Medizin. Möglicherweise könnten in weiterer Folge auch andere Hormone für Suchtkrankheiten eingesetzt werden. Meines Wissens nach ist Oxytocin ein Hormon, dass ohne negative Nebenwirkung konsumiert werden kann – demzufolge würde nichts gegen die Therapie sprechen.

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