Wie bereits gestern schon berichtet, hat die US-Luftwaffe mit dem „X-37B“ Shuttle eine Weltraumdrohne in das All geschossen, die auf einer geheimen Mission unterwegs ist. Mit Informationen zu diesem Testflug hält sich die US-Luftwaffe bisher bedeckt. Es wurde lediglich mitgeteilt, dass der Mini-Shuttle von einer militärischen Rakete des Typs „Atlas V“ in das All befördert wurde.


Shuttle zum Kapern von Satelliten?

Es handelt sich bereits um den vierten Flug des knapp neun Meter langen Fluggeräts, welches stets geheime Technologien an Bord haben soll. Gestartet wurde vom „X-37B“ vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral. Der Testflug soll sich neusten Medienberichten zufolge über einen Zeitraum von zwei Wochen erstrecken. Bereits 2010 kam der X-37B-Shuttle zum ersten Mal zum Einsatz. Auf Nachfrage, ob die Mission geheimdienstliche Aktivitäten unterstütze, bekam man lediglich die Antwort, dass über „Einsatzkapazitäten“ nicht gesprochen werde. Gegner der US-Luftwaffe gehen davon aus, dass die Weltraumdrohne eines Tages Kampfflieger unterstützen soll. Rüstungsexperten vermuten, dass es sich entweder um ein Aufklärungsgerät, oder um ein Transportmittel handelt oder für Reparatur-Einsätze oder zum Kapern von Satelliten verwendet wird. Zuletzt war der Weltraumgleiter 500 Tage im All.


LightSail ist mit an Bord

Berichten amerikanischer Newssites zufolge ist unter anderem das Solar-Segel „LightSail“ mit dem X-37B Shuttle in das All befördert worden. Das Besondere an dem Segel ist, dass dieses die Energie der Sonne nutzt um als Antrieb zu fungieren. Als Fracht befördert das Sonnensegel einen „CubeSat“ Satelliten, der das All durchforsten soll und vielleicht sogar bisher fremde Planeten ausfindig macht und diese auch näher untersucht. Dank des völlig autarken Antriebs, kann der Satellit gemächlich durch die Weiten des Universums segeln und stets den Kontakt mit der Erde herstellen. Mit an Bord ist auch eine Kamera für Video- und Fotoaufnahmen. Das Brotbüchsen-große Testgerät wird einfach aus dem Transportschiff heraus geschossen und entfaltet dann das großflächige Sonnensegel. Zunächst ist das Pilotgerät recht klein. im nächsten Jahr soll jedoch eine Folgeversion in das All geschossen werden, dessen Segel eine Größe von 32 Quadratmetern inne haben soll.

Hinter dem Light Sail steckt das Unternehmen „The Planetary Society“, welches zuletzt auch auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter für das zukunftsweisende Projekt warb und Fördermittel einsammelt. Das Lichtsegel erfreut sich dabei großer Beliebtheit. Nach kürzester Zeit konnte bereits das Funding-Ziel in Höhe von 200.000 US-Dollar erreicht werden. Mittlerweile konnte The Planetary Society schon 628.000 US-Dollar einsammeln und knapp 12.000 Unterstützer für das Projekt begeistern.

LightSail im Video

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