Die meisten Friedhöfe sehen schlicht und einfach nach Tod aus. Kalte Grabsteine zeugen davon, welcher Verstorbene in welchem Grab ruht, der Schmuck besteht aus sorgsam arrangierten Gestecken. Wäre es nicht schöner, wenn unsere Friedhöfe zum Zeugnis des Lebens werden?


Bäume sind ein Symbol des Lebens

Ein Zeichen, dass die Hoffnung niemals stirbt

Leben und Tod sind ohnehin eng miteinander verwoben – und wer möchte schon aufhören zu hoffen, seine Familienmitglieder und Freunde irgendwann im Jenseits einmal wiederzusehen? Gerade darum sollten wir für jeden Verstorbenen einen lebenden Baum statt eines toten Steines pflanzen, als Zeichen dafür, dass die Hoffnung niemals stirbt. Wenn dann ganze Friedhöfe über die Jahre zu Wäldern werden, haben die Lebenden noch weit mehr gewonnen als friedliche Gedenkorte.

Reguläre Friedhöfe bieten zunehmend Baumfelder an

Die Waldbestattung in bestehenden Friedwäldern gibt es immerhin schon, allerdings eher in bescheidenem Maße. Wer einem vertrauten Menschen auch im Tod noch ganz nah sein möchte, im Einklang mit der Natur, bucht sich einen Freundschafts- oder Familienbaum. Angehörige auf Grabbesuch genießen zugleich einen Waldspaziergang und müssen sich nicht um zeitraubende Grabpflege kümmern. Einige reguläre Friedhöfe steigen in das Projekt mit ein, sie bieten sogenannte Baumfelder an, mit Beisetzungsmöglichkeiten für Urnen zwischen schützenden Baumwurzeln.


»Der wachsende Grabstein« als zukünftiges Biotop

Noch näher an der Idee des Friedhofs, der zum Wald wird, ist der wachsende Grabstein. Hierbei handelt es sich um eine kreisförmig angeordnete Urnenanlage rund um einen frisch gepflanzten Baum, zumeist eine langlebige Eiche. Der Baum darf in Ruhe wachsen und alt werden, während die Gräber nach einigen Jahrzehnten wieder vergeben werden. Eventuell noch vorhandene Angehörige verstreuen die dem Grab entnommene Asche schlussendlich rund um die Wurzeln. Ihr Gedenkort bleibt somit erhalten, nur der Name des Verstorbenen erlischt. Unterhalb der Urnengräber befindet sich ein Baumschonbereich aus unterirdischen Kammern, der dazu dient, die Wurzeln zu schützenden. Aus einem frisch gepflanzten Wäldchen wird mit den Jahren ein ganzer Forst, der wahrscheinlich nicht nur Trauernde anlockt, sondern Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen bietet.

Quelle: der-baum-als-wachsender-grabstein.de

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