Die Straßen in Singapur sind chronisch verstopft, was eine Reihe an Nachteilen mit sich bringt. So leidet darunter zum einen die Luftqualität. Zum anderen ist es aber auch aus wirtschaftlicher Sicht nicht optimal, wenn Arbeitskräfte ewig lange im Stau stehen. Der flächenmäßig kleine Stadtstaat hat daher eigentlich ein gut ausgebautes U-Bahnnetz installiert. Das Problem: Zu wenige Einwohner nutzen diesen öffentlichen Nahverkehr. Autonome Busse sollen nun helfen, die Attraktivität des ÖPNV zu steigern. Die fünf wichtigsten Fakten:


1. Wo sollen die autonomen Busse verkehren?

Das Angebot soll zunächst in drei Stadtvierteln eingerichtet werden. Die Busse steuern dabei vor allem wichtige Verkehrsknotenpunkte wie Bushaltestellen und U-Bahnstationen an. Die Idee dahinter: Können die Einwohner zwischen ihren Wohnungen und der nächsten ÖPNV-Station die autonomen Busse nutzen, stellt dies einen erheblichen Komfortgewinn dar. Im Idealfall lassen sich dadurch mehr Menschen dazu bewegen, das Auto stehen zu lassen und auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückzugreifen.


Zwischen den Wolkenkratzern herrscht in der Regel ein dichtes Verkehrsaufkommen. By RoB (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
2. Ab wann ist das Angebot verfügbar?

Noch handelt es sich allerdings um Zukunftsmusik. Denn die ersten Fahrten der autonomen Busse sind erst für das Jahr 2022 vorgesehen. Dennoch ist Verkehrsminister Khaw Boon Wan bereits heute überzeugt: Autonome Busse sind die ideale Ergänzung zum bereits vorhandenen öffentlichen Personennahverkehr. Sie sollen daher vor allem auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten unterwegs sein.

3. Wer profitiert von den autonomen Bussen?

Im Idealfall alle Einwohner der Stadt, weil es zu weniger Staus kommt. Konkret handelt es sich aber vor allem um Leute, die bisher nicht bequem zur nächsten U-Bahnstation gelangen konnten. Also: Ältere Menschen, Kinder, Familien und Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Zukünftig soll es diesen Gruppen deutlich erleichtert werden, den ÖPNV zu nutzen.

4. Gibt es Alternativen zu den selbstfahrenden Bussen?

Aktuell werden in Singapur zudem auch autonome Taxis getestet. Diese sollen später einmal eine ähnliche Aufgabe wie die Busse erfüllen: Die Einwohner auf der entscheidenden Meile zwischen U-Bahn und eigener Wohnung transportieren. Auch hier das Ziel: Ein attraktiverer ÖPNV.

5. Ist die Technik bereits weit genug?

Noch nicht ganz. Zwar sind die benötigten Technologien bereits vorhanden, diese funktionieren aber noch nicht fehlerfrei oder müssen noch ausgiebig getestet werden. Singapur hat daher ein Forschungszentrum eingerichtet, in dem verschiedene Ansätze getestet werden können.

Via: BBC

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