Bisher setzen die meisten Hersteller von Flugtaxis auf schwere Lithium-Ionen-Akkus als Energiespeicher. Das Startup Alaka’i Technologies geht nun aber gemeinsam mit BMW einen anderen Weg: Die beiden Firmen haben eine Passagierdrohne mit integrierter Brennstoffzelle entwickelt. Diese muss mit Wasserstoff betankt werden. Der große Vorteil: Ein Pfund Wasserstoff liefert rund 200 Mal mehr Energie als ein vergleichbar schwerer Akku. Dementsprechend kann das Flugtaxis namens Skai auch deutlich länger in der Luft bleiben als die meisten Konkurrenzmodelle. Den Angaben der Entwickler zufolge sollen die Passagiere Strecken von bis zu 644 Kilometern zurücklegen können. Dies entspricht in etwa der Distanz zwischen München und Hamburg. Die maximale Flugdauer liegt bei rund vier Stunden.


Bild: Alaka’i Technologies

Ein Fallschirm soll im Notfall einen unkontrollierten Absturz verhindern

Erhöht wird die Reichweite zudem durch die Verwendung von besonders leichten Karbonverbundwerkstoffen beim Bau der Drohne. Hier dürfte vor allem BMW seine Expertise eingesetzt haben. Denn der Autobauer setzte als einer der ersten auf Karbon, um möglichst leichte, aber doch extrem stabile, Autoteile zu produzieren. Die Eigentümerfamilie hinter dem Konzern hat zudem auch in entsprechende Unternehmen aus der Karbon-Branche investiert. Insgesamt verfügt die Skai-Drohne über drei Brennstoffzellen, in denen der Strom für sechs Elektromotoren mit einer Leistung von jeweils 100 Kilowatt produziert wird. Auch für den Notfall ist vorgesorgt. Bei einem Ausfall von maximal zwei Rotoren kann das Flugtaxi dennoch das Ziel sicher ansteuern. Andernfalls steht ein Fallschirm zur Verfügung, mit dem die Drohne sicher auf der Erde landen soll.

Die Testflüge werden zeitnah beginnen

Rein theoretisch kann das Flugtaxi zudem bereits vollkommen autonom navigieren. Bei den unmittelbar bevorstehenden Testflügen wird aber dennoch ein Pilot mit an Bord sein müssen. Dies ist aktuell noch gesetzlich vorgeschrieben. Das Ziel der Kooperation zwischen Alaka’i Technologies und BMW ist es, möglichst schnell die Zulassung der deutschen Behörden für das Fluggerät zu erhalten. Noch ist aber nicht bekannt, ab wann die Serienproduktion starten soll. Klar ist aber das Einsatzszenario: Die Drohne soll einerseits zum Transport von Passagieren gegen Bezahlung eingesetzt werden. Andererseits ist aber auch ein Einsatz im Falle von Naturkatastrophen geplant. Bei unpassierbaren Straßen könnten beispielsweise Rettungskräfte in betroffene Gebiete geflogen werden.


Via: Electrive

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