Früher galt in Sachen Lebensmittel eine einfache Gleichung: Das Land versorgt die Stadt. Durch die Globalisierung sind die Versorgungsketten inzwischen allerdings deutlich komplizierter geworden. Heute werden Lebensmittel aus aller Welt eingeflogen, um die Regale in den Supermärkten zu füllen. Doch inzwischen hat sich auch eine Gegenbewegung gebildet: Beim Urban Farming sollen Lebensmittel lokal produziert und verspeist werden. Das New Yorker Startup Smallhold will dieses Konzept nun noch einen Schritt weiter entwickeln: Es hat spezielle Gewächshäuser konzipiert, die in Restaurants aufgestellt werden können. Darin wachsen dann frische Pilze für den direkten Verbrauch in der Küche. Im Idealfall kann den Gästen so ein besonders frisches Geschmackserlebnis geboten werden.


Die innovativen Pilzfarmen können in das Design der Bar integriert werden. Foto: Smallhold

Der Wasserverbrauch konnte massiv reduziert werden

Im Inneren der kleinen Gewächshäuser kommt moderne Technik zum Einsatz. Diese sorgt für die ideale Temperatur, ausreichend Feuchtigkeit, und die notwendige Beleuchtung. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen: Verglichen mit einer klassischen Pilzfarm können auf der selben Fläche rund vierzig Mal mehr Pilze geerntet werden. Im Gegenzug sinkt der Wasserverbrauch aber um 96 Prozent. Die innovativen Gewächshäuser tragen also auch zur Nachhaltigkeit bei. In diesem Punkt kann das System zudem durch die Wiederverwertung von Abfall überzeugen. Denn die Pilze wachsen auf einem Boden, der unter anderem aus alten Kaffeeresten besteht. Dieses Zusammenspiel kann jeder auch in der eigenen Küche nutzen: Die Kaffeemaschine HIMA sorgt zusätzlich für frische Speisepilze.

Der lokale Gemüseanbau ist ein weltweiter Trend

Je nach Bedarf können die Restaurants in den kleinen Gewächshäusern allerdings auch Gemüse oder Kräuter anbauen. Über den Preis für den Kauf des Systems macht Smallhold bisher allerdings offiziell keine Angaben. Interessenten müssen sich bei der Firma direkt erkundigen. Von der Preisgestaltung dürfte allerdings abhängen, ob sich die selbst angebauten Pilze großflächig durchsetzen werden – oder doch eher ein reines Nischenprodukt bleiben. Gemüse lokal anzubauen entwickelt sich jedenfalls bereits zu einem immer größer werdenden weltweiten Trend. So verkauft ein kanadischer Supermarkt inzwischen im Laden selbst angebaute Produkte und unter den Straßen von Paris wurde eine riesige Indoor Farm eröffnet.

Via: Treehugger


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