Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis ist ohnehin nicht gerade übermäßig beliebt bei seinen europäischen Kollegen. Zusätzlichen Ärger handelte er sich zudem ein, als bekannt wurde, dass er bei einem Treffen der Euro-Finanzminister in Riga heimlich Tonaufnahmen angefertigt hatte. Dies war nicht nur ein Vertrauensbruch, sondern auch eine eher umständliche Version der Erinnerungsstütze. Deutlich einfacher macht es einem da das Kapture-Armband. Dieses schneidet die Gespräche und Töne der Umgebung mit und speichert jeweils die letzten 60 Sekunden. Durch ein einfaches antippen des Bandes kann ein solcher Minutenmitschnitt dann auf ein verbundenes Smartphone geschickt und dort archiviert werden.


Details von Absprachen bleiben dauerhaft präsent

Varoufakis hätte also keineswegs das komplette mehrstündige Treffen inklusive Small Talk und abschweifenden Ausführungen aufnehmen müssen, sondern schlicht nach entscheidenden Aussagen auf sein Armband tippen können. Gegenüber gewöhnlichen Aufnahmegeräten hat das Kapture-Band den entscheidenden Vorteil, dass man bereits getätigte Aussagen noch im Nachhinein für die Ewigkeit festhalten kann. Dies kann beispielsweise helfen, um die Details einer gerade getätigten Wette dauerhaft in Erinnerung zu behalten oder großspurige Ankündigungen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Aber auch lustige Zitate oder grandios erzählte Witze können so gespeichert und später noch einmal angehört werden.


Entwicklung ist bereits abgeschlossen

Finanziert wurde die Entwicklung des Armbands per Crowdfunding auf der Plattform Kickstarter. Dabei wurden vor rund zwei Jahren mehr als 160.000 Dollar eingesammelt. Die damals georderten Kapture-Bänder werden momentan an die Kundschaft verschickt. Wer sich an der Crowdfunding-Aktion nicht beteiligt hat, kann auf der Webseite des Unternehmens auch jetzt noch Vorbestellungen aufgeben. Diese kosten 99 Dollar und sollen im Juli verschickt werden. Wer so viel Geld nicht zahlen möchte, kann auch auf einige Apps mit ähnlichen Funktionen zurückgreifen, muss dann allerdings immer sein Smartphone aktiviert haben.

Via: Digitaltrends

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