Immer mehr Produktionsschritte in Fabriken werden heutzutage von Robotern übernommen. Diese können nicht nur länger arbeiten als ihre menschlichen Pendants, sondern sind auf Dauer auch günstiger. Allerdings sind sie auch für einen Großteil des Energieverbrauchs verantwortlich. Je nach Art des Produktionsprozesses lassen sich bis zu fünfzig Prozent des Stromverbrauchs auf den Betrieb von Robotern zurückführen. Wissenschaftler der „Chalmers University of Technology“ haben sich daher nun die Bewegungsabläufe von Produktionsrobotern einmal näher angeschaut und erhebliches Verbesserungspotential erkannt. Durch ein optimiertes Bewegungsmuster ließe sich der Energieverbrauch um bis zu vierzig Prozent senken, so das Fazit der Forscher.


Via: Gizmag Credit: Chalmers University of Technologie
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Abgehackte Bewegungen verschwenden Energie

Das Sparpotential lässt sich dabei auch für Laien durchaus erkennen. Denn jeder, der Roboter schon einmal genauer beobachtet hat, wird sich an den eher abgehackten Bewegungsablauf erinnern. Es sind keine fließenden, ineinander übergehenden Bewegungen, sondern eine Vielzahl an Einzelbewegungen. Der Roboter führt also eine Bewegung aus, stoppt dann ab und startet erst dann die nächste Bewegung. Dadurch allerdings, dass die Bewegung zunächst gestoppt und dann wieder aufgenommen werden muss, geht mehr Energie verloren, als bei einer fließenden Bewegung. Dasselbe gilt bei Produktionslinien, an denen mehrere Roboter arbeiten. Hier lässt sich Energie sparen, indem die Abläufe so optimiert werden, dass keine unnötigen Pausen im Bewegungsablauf entstehen.

Bewegungsoptimierung soll weltweiter Standard werden

Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen präsentierten die Forscher vor kurzen auf der „International Conference on Automation Science and Engineering“ in Göteborg in Schweden. Demnach ließ sich bei einzelnen Robotern der Energieverbrauch um 15 bis 35 Prozent reduzieren. Bei Systemen mit mehreren Maschinen stellte sich sogar ein Spareffekt von rund 40 Prozent ein. Allerdings müssen die Testergebnisse zunächst noch von weiteren Wissenschaftlern evaluiert werden. Kristofer Bengtsson, verantwortlich für die Forschungen, hofft allerdings, dass sich seine Optimierungssoftware eines Tages als fester Standard etablieren wird.


Via: Gizmag

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