Das Unternehmen EnBW wird im Rahmen der bevorstehenden Internationalen Automobilausstellung (IAA) ein eindrucksvolles Konzept moderner Straßenlaternen vorstellen. Die Straßenbeleuchtung der Zukunft verfügt nicht nur über ausfahrbare Leucht-Elemente, sondern fungiert auch als Notruf-Säule, Energie-Tankstelle und Internet Hotspot. Ab dem 17. September gibt es die Straßenlaternen von morgen in Frankfurt zu sehen.


Straßenlaternen
Smarte LED Straßenlaternen (Bild: EnBW)

Straßenlaternen der Zukunft werden smart

Während Straßenlaternen seit Beginn der Aufstellung eigentlich immer nur als passive Straßenelemente fungierten, könnten intelligente Beleuchtungen in naher Zukunft zu einem frequentierten Hotspot avancieren. Tagsüber spendet die eingefahrene Laterne als Säule Strom für E-Autos und bietet ein öffentliches WLAN. In der Dämmerung fahren dann die langen Arme aus an deren Ende ein Lampen-Korpus mit sparsamer LED-Beleuchtung im Inneren in Erscheinung tritt und für helles Licht und eine gute Sicht auf der Straße sorgt. Die neuen intelligenten Lampen von EnBW können noch mehr. Schließlich verfügen die Leuchtmittel auch über die Möglichkeit Notrufe absetzen zu können. Binnen weniger Sekunden soll sich nach Betätigung des Knopfes ein Mitarbeiter der Leitstelle melden und bei einem Notfall sofort die entsprechenden Folgemaßnahmen einleiten. Die Laternen verfügen dafür über Lautsprecher und Mikrofone. Um den Weg entsprechend klar zu definieren, beginnt nach der Bestätigung des Notfalls auch die Mastspitze zu leuchten und ein SOS-Signal abzugeben.

Smight
Sm!ght Straßenlaterne Bedienelement (Bild: EnBW)

Viele Funktionen denkbar

Zusätzlich können die Laternenmasten auch mit speziellen Sensoren ausgestattet werden, die dann wiederum beispielsweise den Lärm, die Helligkeit, den Feinstaub, die Temperatur und den Luftdruck beziehungsweise die Luftfeuchtigkeit von der unmittelbaren Umgebung messen. Die gesammelten Daten können dann für die Auswertung an eine Station gesendet werden. Wie der aktuellen Pressemitteilung entnommen werden kann, testet EnBW bereits erste Laternen in Deutschland. Die intelligenten Straßenlaternen gibt es mit 4,50 Meter und sechs Meter Höhe. Die Preise betragen dann 8.500 Euro oder 9.500 Euro.


EnBW zufolge können die Straßenlaternen der Zukunft auch mit Ladetechnik für E-Autos versehen werden. Dabei kann jedoch noch einmal variiert werden. Neben der Installation einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose, ist auch die Installation einer dreiphasigen Typ-2-Anbindung inklusive Schnelladetechnik für Elektroautos mit einer Leistung von bis zu 22 kW möglich. So lassen sich E-Auto und E-Bike bequem an einer Laterne laden.

 

Die Straßenlaternen könnten in der Tat in Zukunft vermehrt das Stadtbild prägen. So statten einige Kommunen in Deutschland bereits vermehrt Straßenlaternen mit Routern aus um das öffentliche W-Lan weiter auszubauen. Statt Investitionen in teure Umbaumaßnahmen zu stecken, könnte auch zunächst jede zwanzigste Straßenlaterne durch eine Sm!ght ersetzt werden. Natürlich spielt auch hier der Kostenfaktor eine wesentliche Rolle.

Dank der Weiterentwicklungen im Bereich der Solar-Technologie wäre denkbar, dass die Sm!ght Straßenlaternen oder ähnlich schöne Konzepte sich in Zukunft auch selbst mit Energie versorgen. Bisher wird der Strom wohl aus dem jeweiligen Ortsnetz stammen.

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