Mit einer eigenen Raumstation möchte die chinesische Führung endgültig verdeutlichen, dass sich das Reich der Mitte zu einer angesehenen Raumfahrtnation entwickelt hat. Das eigene Projekt ist allerdings nur eine Notlösung. Denn eigentlich hatte China auch Interesse daran, sich an der internationalen Raumstation ISS zu beteiligen. Dies verhinderte aber ein unter US-Präsident Obama verabschiedetes Gesetz. Darin wird der NASA jegliche Zusammenarbeit mit den chinesischen Raumfahrtbehörden untersagt. Die Inbetriebnahme der als „China Space Modul“ bezeichneten eigenen Raumstation ist aktuell für das Jahr 2022 geplant. Bereits jetzt hat die chinesische Führung sich allerdings an die Vereinten Nationen gewandt und alle Länder weltweit dazu aufgerufen, sich an der Forschungsarbeit auf der Station zu beteiligen.


Flagge China
Foto: Alexander Trisko

Die Forschungskapazitäten im Weltraum sind sehr begehrt

Dies kann geschehen, indem eigene Experimente auf den vorhandenen wissenschaftlichen Instrumenten durchgeführt werden. Es können aber auch eigene Forschungsgeräte geplant und installiert werden. Bewerbungen werden in jedem Fall durch das Büro für Weltraumangelegenheiten der Vereinten Nationen entgegen genommen. Tatsächlich könnten so Forscher in aller Welt von dem chinesischen Projekt profitieren. Denn im Moment sind Experimente unter Weltraumbedingungen nur auf der ISS möglich. Die Plätze dort sind allerdings begrenzt und dementsprechend begehrt. China könnte zukünftig eine interessante Alternative bieten. Zumal die Zukunft der ISS noch ungeklärt ist. So existieren sogar Pläne für eine Privatisierung. Die chinesische Raumstation wäre nach der russischen Mir und der ISS erst die dritte von Menschen dauerhaft bewohnte Einheit im Weltraum.

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Zuletzt aktualisiert am 22.08.2019

Noch ist die Entwicklung der Trägerrakete nicht abgeschlossen

Noch ist aber unklar, ob der Zeitplan für die Installation der Station eingehalten werden kann. Zwar soll die Produktion der einzelnen Module soweit nach Plan verlaufen sein. Allerdings sind diese so schwer, dass sie von normalen Transportraketen nichts ins All befördert werden können. China hat daher die Rakete „Langer Marsch 5“ für besonders schwere Lasten entwickelt. Zuletzt kam es bei einem Test allerdings noch zu einem Fehlstart, sodass aktuell unklar ist, ob der Zeitplan für die Entwicklung eingehalten werden kann. Bis vor einigen Wochen hatte China zudem bereits eine unbemannte Raumstation im Weltall. Zu dieser ging allerdings der Kontakt verloren und sie stürzte unkontrolliert auf die Erde. Schäden sind dadurch glücklicherweise keine entstanden. Bei der bemannten Mission sollte sich dies aber nicht wiederholen.

Via: United Nations


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