Am vergangenen Mittwoch hat die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA ihren detaillierten „National Space Exploration Plan“ vorgestellt. Teil dieses 21-seitigen Planes sind die Mittel und Wege, mit denen die NASA die ambitionierten Vorhaben umsetzen will, die US-Präsident Donald Trump im Dezember 2017 in einer Raumfahrt-Direktive umrissen hat. Zu diesen Vorhaben gehören eine erneute Mondlandung, langfristige menschliche Präsenz auf und um den Mond sowie die Umsetzung einer bemannten Marsmission.


Bild: NASA

Ein Plan mit Lücken

Als Donald Trump im Dezember letzten Jahres ankündigte, Amerikas Position als Weltraumnation Nummer eins zu stärken und zu verteidigen, war unklar, wie genau das aussehen wird. Gestern hat die US-Weltraumbehörde NASA einen Plan vorgelegt, der die Vorhaben des US-Präsidenten ein wenig mit Inhalt füllt.

Allerdings enthält auch der Plan der NASA deutliche Lücken. Diese sind aber zum großen Teil geplant. Da der Plan einen längeren Zeitraum umfasst, kann die NASA es sich leisten, davon auszugehen, dass diese Lücken im Laufe der kommenden Jahre gefüllt werden können. Die Raumfahrtbehörde setzt darauf, mittelfristig genug Erkenntnisse zu sammeln, um den Plan langsam aber sicher zu vervollständigen.


So will die NASA etwa bis zur Marsmission im Jahr 2020 warten, bis sie ein Budget für eine bemannte Marsmission erarbeitet, die irgendwann in den 2030er-Jahren stattfinden soll. Im Jahr 2020 will die Raumfahrtbehörde mit einem Rover Proben auf dem Mars sammeln und diese analysieren.

NASAs Mondpläne enthalten einen Deep Space Gateway für Reisen zum Mars

Bevor der Mars überhaupt zum Thema für bemannte Missionen wird, will die NASA weitere Missionen durchführen, um Daten zu sammeln. So sollen 2020 etwa 13 CubeSat-Minisatelliten ins All gebracht werden. Diese sollen der Behörde Daten liefern, die genutzt werden sollen, um den Transport von Nutzlast auf Langstreckenreisen im All zu verbessern. Die NASA hofft, die Erkenntnisse aus dieser Mission verwenden zu können, um bis 2022 Menschen in die Umlaufbahn des Mondes und letztendlich auch wieder auf dessen Oberfläche zu bringen. Der Deep Space Gateway, eine Station, die als Sprungbrett für interplanetare Reisen zum Mars dienen soll, soll bis 2024 in die Umlaufbahn des Mondes gebracht werden.

Die Lücken in dem detaillierten Plan der NASA sind keine zufälligen Unfälle, sondern sie repräsentieren den Kenntnisstand der Behörde in Sachen Raumfahrt und interplanetaren Reisen. Die Wissenschaftler hoffen, im Laufe der Jahre und kommenden Missionen immer mehr lernen und letztlich Menschen zum Mars schicken zu können.

via Futurism

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