Während die NASA und SpaceX beide ambitionierte Pläne in Sachen Mars haben, hat Amazons CEO Jeff Bezos sich mit seinem Unternehmen Blue Origin einem Ziel zugewandt, das deutlich näher liegt: Auf der Space Development Conference in Los Angeles sprach Bezos über seine Pläne für die Kolonialisierung des Mondes.


Mond
Foto: Dino Abatzidis, via Flickr. CC BY-NC-SA 2.0

Eine menschliche Niederlassung auf dem Mond

Mittelfristig plant Bezos, den Mond zu einem Zentrum für schwere Industrie und für Weltallforschung zu machen. „In the not-too-distant future — I’m talking decades, maybe 100 years. it’ll start to be easier to do a lot of the things that we currently do on Earth in space, because we’ll have so much energy. We will have to leave this planet. We’re going to leave it, and it’s going to make this planet better„, so Bezos auf der Konferenz.

Auch wenn wir große Teile der Schwerindustrie sowie des Bergbaus auf den Mond verlegen würden, gäbe es noch Dinge, die von der Erde kommen müssten. So gibt es zahlreiche Mineralien, Metalle und Ressourcen, die es auf dem Mond schlicht nicht gibt. Laut Bezos ist der Aufbau einer Industrie auf dem Mond dennoch quasi ein Selbstgänger.


Es gibt auf der Vorderseite des Mondes 24/7 Sonnenlicht für Solaranlagen, unter der Oberfläche und unter der Oberfläche lagert genug Wasser. Außerdem ist mehr als genug Regolith vorhanden, das als Rohstoff fürs Bauen genutzt werden kann.

Bezos hat bereits eine Partnerschaft zwischen Blue Origin und der NASA vorgeschlagen, in deren Rahmen ein Mondlander entwickelt werden und die Möglichkeit der Kolonialisierung des Mondes erforscht werden soll. Der Lander soll in der Lage sein, eine Nutzlast von fünf Tonnen auf die Oberfläche des Mondes zu transportieren – mehr als genug, um erste Kolonialisierungsmaßnahmen durchzuführen. Seit den

Bezos finanziert seine Pläne aus eigener Tasche

Bisher handelt es sich lediglich um Gedankenexperimente. Noch sind die Raketen von Blue Origin auch nicht in der Lage, über eine suborbitale Flugbahn herauszukommen. Dennoch sieht Bezos keinen Grund, sich mit seinen Plänen zurückzuhalten. Er hofft, dass die internationale Gemeinschaft zusammenkommen kann, um gemeinsam eine Art „Monddorf“ aufzubauen, in dem die Nationen Hand in Hand an der Kolonialisierung des Erdtrabanten arbeiten. Seit der Apollo-17-Mission und dem 14.12.1972 wäre das das erste Mal, das ein Mensch wieder den Mond betritt.

Bisher wird Blue Origin exklusiv aus Bezos eigener Tasche finanziert. Und nach seiner Aussage will er damit weitermachen, bis er andere Quellen für die Finanzierung erschlossen hat oder er Pleite ist. Letzteres scheint angesichts des immensen Reichtums, den Bezos angesammelt hat, eher unwahrscheinlich.

via TechCrunch

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