In Deutschland kümmert sich die Staatsministerin Dorothee Bär um das Thema, in Frankreich hingegen ist Präsident Emmanuel Macron einer der größten Unterstützer: Beide Länder versuchten zuletzt mit politischen Initiativen den Anschluss beim Thema autonome Autos nicht zu verlieren. Macron hat nun sogar das Ziel ausgegeben, sein Land zu einem Vorreiter in Sachen Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet zu machen. Das ehrgeizige Ziel: Schon in zwei Jahren sollen autonome Autos der Stufe 3 regulär auf Frankreichs Straßen unterwegs sein. Die Fahrzeuge könnten dann selbstständig die Spur halten und wechseln und müssten nicht mehr dauerhaft überwacht werden. Zudem sollen Tests mit Fahrzeugen der Stufe 5 – also ohne Gas- und Bremspedal – ermöglicht werden.


Foto: Kremlin.ru [CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0)], via Wikimedia Commons

1,2 Milliarden Dollar fließen in die Forschung und Entwicklung

Bereits jetzt werden auch in Frankreich autonome Fahrzeuge getestet. Dafür ist aber jeweils eine spezielle Genehmigung erforderlich – und es muss zur Sicherheit ein Fahrer an Bord sein, der jederzeit die Kontrolle übernehmen kann. Zukünftig sollen nun auch Testfahrten von reinen Roboterautos ermöglicht werden. Vielversprechende Forschungsansätze sollen außerdem finanziell durch den französischen Staat unterstützt werden. Dafür werden insgesamt 1,2 Milliarden Euro bereit gestellt. Wer von dieser Förderung profitieren wird, bleibt noch abzuwarten. Die großen einheimischen Autobauer – Renault und PSA Peugeot-Citroen – forschen ebenso in diesem Bereich wie zahlreiche Startups. Renault hat etwa schon angekündigt, ab dem Jahr 2022 einen kommerziellen Shuttle-Service mit autonomen Autos anbieten zu wollen. Damit stünde der Konzern dann in direkter Konkurrenz zu Taxifahrern und Angeboten wie Uber.

Zuletzt hatte es mehrere schwere Unfälle gegeben

Die französische Initiative scheint zu belegen, dass das autonome Fahren weiterhin die Unterstützung der Politik genießt. Zuletzt allerdings kam es zu einigen schwerwiegenden Vorfällen. So kollidierte ein selbstfahrendes Auto von Uber mit einer Passantin, die daraufhin verstarb. Ein Tesla-Fahrer wiederum ließ sein Leben, als er mit eingeschaltetem Autopilot gegen einen Betonpfeiler fuhr. Und auch die Google-Schwester Waymo – die einzige Firma weltweit, die autonome Autos der Stufe 4 außerhalb von Testfahrten einsetzen kann – hatte zuletzt einen schweren Unfall zu verzeichnen, bei dem die Testfahrerin schwer verletzt wurde. Langfristig erhoffen sich Experten durch die autonome Technik allerdings ein Zugewinn an Sicherheit. Denn heute entstehen die meisten Unfälle durch Fehler des menschlichen Fahrers – oftmals ebenfalls mit tödlichen Folgen.

Via: Infoglitz


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1 Kommentar

  1. David Kummer BGE

    19. Mai 2018 at 07:44

    Der größte Vorteil von autonomen Fahrzeugen MUSS sein, das sie kein Ego haben, das befriedigt werden muss.
    Das ist das, neben der fehlerhaften Interpredation, das Haubtproplem von Menschen.

    Wovon ich mir als Radfahrer etwas verspreche, ist das autonome Fahrzeuge keine Situation mehr falsch einschätzen. Oder anders ausgedrückt, das sie nicht unter falschen Vorraussetzungen fahren.

    EIN BEISPIEL aus meiner eígnen Erfahrung.
    Ich fahre um 03.30 auf Arbeit, auf der letzten GERADEN, überfährt mich beinahe ein Auto. Im letzten Moment, kann die Fahrerin noch ausweichen. Und das obwohl mein Rücklicht in MINdestens 200m Entfernung zu sehen ist.
    Auf Arbeit spricht mich die Fahrerin an und entschuldigt sich. Sie habe einfach nicht damit gerechnet, das ein Rad um diese Zeit auf der Strasse unterwegs ist.
    Das Beispiel beschreibt den Haubtgrund(nach meiner Erfahrung) für Unfälle. Bisher wurde mir schon 27 mal die Vorrahrt genommen. Meistens sind es Autofahrer/innen gewesen, manchmal aber auch LKWFahrer.
    Beispiel:
    Eine andere Strasse, anderer Arbeitsplatz, anderer Tag um 04,45. Es geht über eine Brücke, die Sicht ist sehr gut, noch ist es finstere Nacht. Ich fahre über die Brücke und sehe das ein Auto von der Seite auf die Strasse einfahren will. Ich erwarte natürlich, das er anhält, da die Beschilderung das vorschreibt. Dennoch fahre ich sehr vorrsichtig herran, Erfahrungswert(gehe nie davon aus, das dir deine Vorfahrt gewährt wird). Auto hält kurz an und fährt dann 1 Meter vor mir raus. Ich kann im letzten Moment noch auf die Gegenfahrbahn ausweichen. Gut das um die Zeit selten was auf der Strasse unterwegs ist.
    Auf Arbeit schreit mich der Fahrer an, ich soll meinem Rad, ein richtigs Licht dranbauen(Sichtweite betrug, mit der Lampe damals, für mich 50 Meter und Entgegenkommende sahen mich aus rund 200 Metern.). Auch hier zeigt das Beispiel, das selbe wie beim oberen Beispiel. Der Fahrer hat mich einfach nicht wahrgenommen oder aber, was auch möglich ist, die Situation völlig falsch eingeschätzt(Verwechslung Rad mit Motorrad und damit verbundene Fehlinterpretation die Entferung. Motorrad, schwaches Licht, noch weit weg, daher freie fahrt.)
    Beide Beispiele zeigen, was nicht erwartet wird, kann nicht da sein und wird dann auch nicht mehr BEWUST registriert. Die Augen nemen die Information war, aber das Gehirn stuft sie als Unwichtig ein und leitet sie nicht ans Bewustsein weiter.
    Dies ist meine persönliche Interpretation der Ereignisse. Wissenschafftlich(viele Wiederhohlungen beweisen etwas) ist nichts davon bewiesen.
    Ich habe noch mehr Beispiele, wenn ihr wollt.

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