Der Inder Naveen Rabeli stand wieder einmal im Stau, als er so etwas wie eine Vision hatte. Wie überall in Indien war nämlich auch in seinem Fall die Straße von unzähligen Rikschas verstopft. Diese benutzen zumeist einen Dieselmotor, was die Umwelt belastet und für erheblichen Lärm sorgt. Wenn die dreirädrigen Fahrzeuge aber ohnehin die meiste Zeit eher langsam durch die Gegend fahren, könnte man doch auch auf eine umweltfreundliche Antriebstechnik setzen, so die Idee von Rabeli. Also machte der gelernte Elektroingenieur sich an die Arbeit und investierte seine Ersparnisse von rund 6.500 Dollar. Nach knapp zwei Jahren war er dann am Ziel: Er hatte ein solarbetriebenes Tuk-Tuk gebaut.


Via: Popsci Source: Naveen Rabelli
Via: Popsci Source: Naveen Rabelli

Mit vierzig Stundenkilometern durch den Iran nach Europa

Nach einer Ladezeit von acht Stunden besitzt die Solar-Rikscha dabei eine Reichweite von immerhin gut achtzig Kilometern. Grundsätzlich genug, um die eine oder andere Fahrt durch die indischen Großstädte zu unternehmen. Die Spitzengeschwindigkeit liegt dabei bei in etwa vierzig Stundenkilometern – dürfte aufgrund der zahlreichen Staus aber eher selten erreicht werden. Um seine Erfindung der Öffentlichkeit bekannt zu machen, verfolgt Rabeli zudem ein ganz besonderes Projekt: Er möchte an der WAVE Trophy Rally teilnehmen – einem Rennen für Solarfahrzeuge von Bremerhaven nach Genf. Die Besonderheit dabei: Rabeli wird seine Rikscha nach Europa fahren.

Bisher konnten immerhin 175 Liter Diesel eingespart werden

Logischerweise musste der Elektroingenieur dafür einiges an Zeit einplanen. Die Routenplanung sieht dabei eine Fahrtdauer von exakt einhundert Tagen vor. Aktuell liegt Rabeli dabei gut in der Zeit: Er hat den Iran bereits verlassen und durchquert nun die Türkei. Einen Teil der Strecke musste er zuvor allerdings mit einer dieselbetriebenen Fähre zurücklegen: Weil er kein Visum bekam, um Pakistan auf dem Landweg zu durchqueren, musste er die erste Etappe seiner Reise per Schiff zurücklegen. Während seiner 2800 Kilometer langen Fahrt durch den Iran hat er nun allerdings bereits 24 kWh an Solarstrom produziert und damit rund 175 Liter Diesel eingespart.


Via: Popsci

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