Vor kurzem kam eine Studie des Finanzdienstleisters Bloomberg zu dem Ergebnis, dass Solarkraftwerke inzwischen die günstigste Form der Stromerzeugung darstellen. Dies gilt insbesondere in den zumeist sehr sonnenreichen Staaten Afrikas. Auch die Regierung in Uganda hat die Vorteile der Technologie erkannt und möchte mit Hilfe der Sonnenenergie die staatliche Stromproduktion innerhalb der nächsten Jahre verdreifachen. Eine Initiative, die allerdings auch dringend notwendig ist. Denn bisher müssen die meisten Bewohner des Staates regelmäßig auf Feuerholz und Kerosin zurückgreifen, um Energie zu gewinnen – beides ist aber für die Umwelt und die Gesundheit extrem schädlich. In der Stadt Soroti – rund 300 Kilometer von Kampala entfernt – wurde nun das erste Solarkraftwerk des Landes in Betrieb genommen.


Niedrigere Strompreise sollen die wirtschaftliche Entwicklung befördern

Der Bau der Anlage kostete rund 18 Millionen Euro und wurde teilweise mit Geldern der Europäischen Union finanziert. Zukünftig kann das Kraftwerk mit einer Kapazität von 10 MW bis zu 40.000 Haushalte zuverlässig mit Strom versorgen. Zudem befinden sich bereits zwei weitere Solarkraftwerke in Planung. Die gesteigerte Stromproduktion soll dann letztlich auch für günstigere Preise sorgen. Denn bisher verzichten viele Einwohner auf die staatliche Stromversorgung, weil diese mit 15 US-Dollarcent pro Einheit schlicht zu teuer ist. Durch den Einsatz der kostengünstigen Solarenergie erwarten die Behörden nun aber deutlich sinkende Preise. Dies dürfte dann auch die wirtschaftliche Entwicklung des Landes beflügeln.


Dezentrale Solarmodule werden immer wichtiger

Ein Problem bleibt allerdings auch nach der Installation der Solarkraftwerke noch bestehen: Die Mehrzahl der Einwohner ist gar nicht an das staatliche Stromnetz angeschlossen – und profitiert daher logischerweise auch nicht von den neuen Solaranlagen. Ein Ausbau des Netzes ist zwar geplant, gestaltet sich aber gar nicht so einfach. Denn die Besiedlung des Landes ist sehr zersplittert und die geographischen Gegebenheiten erleichtern auch nicht gerade den Bau von großen Stromleitungen. Viele Einwohner wissen sich inzwischen aber auch selbst zu helfen und investieren in eigene Solarmodule. Diese werden dann dezentral betrieben und stellen eine sichere Stromquelle dar, die unabhängig vom staatlichen Stromnetz ist. Mit einem ähnlichen Ansatz soll zukünftig beispielsweise auch Myanmar mit Strom versorgt werden.

Via: Digitaljournal

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1 Kommentar

  1. Simon Freik

    19. Januar 2017 at 14:21

    Der Beitrag ist ziemlich interessant. Ich stieß kürzlich im Internet auf die Möglichkeit Solaranlagen online zu kaufen. Wenn jeder privat anfängt auf diese Energiesparmethode umzusteigen, sollte sich vieles verbessern. Im Internet gibt es genug Anlaufstellen.

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