Alle Jahre wieder: Süße Welpen, lustige Hamster und niedliche Kätzchen liegen unter den Weihnachtsbaum, Kinderaugen leuchten und die Freude ist groß! Was nach den Festtagen mit den Tieren geschieht, ist allzu oft alles andere als festlich. Denn dann fallen die geschenkten Kreaturen ihren neuen Besitzern häufig zur Last. Aus diesem Grund haben einige Tierheime nun die Bremse gezogen.


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Vermittlung ist im Weihnachtsstress sehr ungünstig

Zehn Jahre ist es schon her, dass das Kreistierheim Schwarzwald-Baar-Kreis einen vorweihnachtlichen Vermittlungsstopp beschlossen hat. Vor allem ging es der Tierheimleitung darum, dass die Tiere nicht mitten im Weihnachtsstress ein neues Zuhause finden, sondern während einer deutlich ruhigeren Phase im Jahr. Die Aufregung macht es Hund, Katze und Co. einfach zu schwer, sich einzuleben. Die Tiere sind ohnehin durch die neue Situation verunsichert und benötigen einen ruhigen, liebevollen Start, um Vertrauen zu fassen.

Doch immer wieder steht das Kaninchen oder der Welpe auf dem Wunschzettel – oder das Tier wird sogar jemandem geschenkt, der es eigentlich gar nicht haben wollte. Carola Greiner, die das Tierheim in Horb leitet, erzählt, dass die Akzeptanz der Bevölkerung bezüglich des Vermittlungsstopps über die Jahre gewachsen ist. Ein Einsehen ist also vorhanden. Am 27. Dezember öffnet die Institution dann wieder die Pforten und dann läuft alles wie gehabt.


Tierheim Rottweil vermittelt weiter, aber mit Bedacht

Das Tierheim Rottweil geht den entgegengesetzten Weg, die Tiervermittlung läuft auch in der Vorweihnachtszeit weiter. Die Leitung möchte keine seriösen Anfragen blockieren, sondern das ganze Jahr über ihren Tieren die Chance geben, »ihre« Menschen zu finden. Doch in den Adventstagen prüfen die Mitarbeiter genauer als sonst, ob die jeweilige Fellnase wirklich ins neue Zuhause passt, durch intensive Gespräche und auch durch Hausbesuche. Erfahrungsgemäß kommen so auch die »Weihnachtstiere« selten wieder zurück ins Heim.

Was meint ihr: Sollten Tierheime besser vor Weihnachten mit der Tiervermittlung aufhören – oder besser nicht?

Quelle: schwarzwaelder-bote.de

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