Solarladegeräte erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. Dies ist durchaus nachvollziehbar, immerhin bringen die mobilen Lademöglichkeiten zwei Vorteile mit sich: Sie ersparen einem die nervige Suche nach der nächsten Steckdose und sie setzen logischerweise zu einhundert Prozent auf nachhaltig produzierten Strom. Allerdings haben Solarladegeräte ähnlich wie Powerbanks den Nachteil, dass man sie schon einmal leicht vergisst und man insbesondere im Sommer nicht immer eine Tasche zum Verstauen dabei hat. Die Firma SolSol hat daher nun eine interessante Alternative entwickelt: Eine Baseballkappe mit integrierten Solarzellen. Diese kann an ein Smartphone angeschlossen werden und übernimmt dann das Aufladen des Akkkus. Bei direkter Sonneneinstrahlung soll der Ladeprozess auf diese Weise innerhalb von etwa vier Stunden abgeschlossen sein.


Die Baseballkappe mit integrierten Solarmodulen wird verkehrt herum getragen.
Die Kappe sieht auf den ersten Blick ganz normal aus, hat im Schirm aber Solarmodule integriert. Image Credit: Edgar Alvarez, Engadget

Es ist ein reines Ladegerät ohne Speicherfunktion

Was auf den ersten Blick recht praktisch klingt, kann in der Praxis allerdings etwas merkwürdig aussehen. Denn es wurde keine kabellose Ladetechnologie integriert, sondern die Kappe muss per Kabel mit dem Smartphone verbunden werden. Zudem wurde keine Batterie installiert. Der Ladevorgang erfolgt also direkt von der Kappe auf das Mobiltelefon. Im Schatten oder in der Dunkelheit kann das Handy so allerdings nicht aufgeladen werden. Abgesehen von der Ladefunktion sehen die Kappen allerdings aus wie alle anderen Baseballmützen auch. Wer sich also ohnehin eine solche Kopfbedeckung zulegen möchte, könnte die Neuentwicklung von SolSol in Erwägung ziehen.

Die Finanzierung per Crowdfunding scheiterte

Um Nachahmerprodukte zu verhindern, haben die Entwickler sich die Technologie zudem patentieren lassen. Dementsprechend teuer ist die Kappe allerdings auch: Ein Modell kostet 56 Dollar – und ist damit deutlich teurer als vergleichbar große Solarladegeräte, die nicht in ein Kleidungsstück integriert sind. Die Macher von SolSol scheinen von ihrer Idee jedenfalls überzeugt zu sein. Denn ursprünglich war geplant, die Finanzierung der Produktion per Crowdfunding sicherzustellen. Die Kampagne konnte die gesetzten Ziele allerdings nicht erfüllen und kam so nicht zum Abschluss. Davon ließen sich die Entwickler aber nicht entmutigen und können nun tatsächlich ein fertiges Produkt präsentieren und verkaufen.


Via: Engadget

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2 Kommentare

  1. tomwe1

    14. März 2017 at 20:56

    guter ansatz föllig falsche umsetzung

    jemand interesse sowas viel besser zu machen ??

  2. Mark

    6. Juli 2017 at 10:34

    Die Idee klingt sehr interessant, allerdings könnte einerseits der zu hohe Preis und die nicht vorhandene Speicherfunktion dem Erfolg im Wege stehen. Eventuell würde es der kleinen Firma helfen, wenn namhafte Firmen wie z.b New era einsteigen würden und das Patent nutzen würden. Man kann weiter gespannt sein. Sehr interessanter Artikel! Daumen hoch!!

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