Die Vereinigten Arabischen Emirate gehören zu den größten Öl-Exporteuren der Welt. Der fossile Rohstoff hat dem Land zu einem teilweise kaum vorstellbaren Reichtum verholfen. Dies wiederum versetzt die Regierung in die Lage, enorme Summen zu investieren. So wurde vor einiger Zeit angekündigt, zukünftig insgesamt 163 Milliarden Dollar in saubere Formen der Energiegewinnung stecken zu wollen. Doch offensichtlich wird so viel staatliches Geld gar nicht benötigt. Denn das nun fertig gestellte Noor Abu Dhabi Projekt installierte 3,2 Millionen Solarpanels in der Wüste und wurde von Privatfirmen finanziert. Beteiligt daran sind neben der Abu Dhabi Power Corporation auch die japanische Firma Marubeni und der chinesische Solarmodul-Hersteller Jinko Solar.


Die CO2-Einsparungen entsprechen in etwa dem Ausstoß von 200.000 Autos

Ausgeschrieben wurde das Projekt von der Emirates Water and Electricity Company. Das Konsortium erhielt schließlich den Zuschlag und bekommt zukünftig für jede Kilowattstunde Strom, die in das öffentliche Netz eingespeist wird, rund 2,4 Cent. Auch dies stellt einen Rekordwert dar. Denn es handelt sich um den bisher günstigsten Solarstrom weltweit. Auch sonst können sich die Zahlen rund um das Solarkraftwerk sehen lassen. So liegt die Kapazität bei 1,18 GW. Dies genügt, um 90.000 Menschen mit sauberem Strom zu versorgen. Den Berechnungen der Betreiber zufolge werden durch das Kraftwerk zudem rund eine Millionen Tonnen an CO2-Emissionen eingespart – was in etwa dem Ausstoß von 200.000 Autos entspricht.


Die nächsten Rekord-Projekte sind bereits in Planung

Gebaut wurde die Anlage von der indischen Firma Sterling & Wilson, die während der Bauphase bis zu 3.000 Menschen beschäftigte. Experten gehen aber davon aus, dass der Titel des weltweit größten einzelnen Solarkraftwerks schon bald neu vergeben werden dürfte. So hat die Emirates Water and Electricity Company bereits ein Projekt mit einer Kapazität von 2 GW ausgeschrieben. In Mekka hat Saudi-Arabien zudem noch größere Pläne: Dort werden aktuell die Rahmenbedingungen für ein 2,6-GW-Solarkraftwerk geschaffen. Von diesen Aktivitäten sollte man sich aber nicht täuschen lassen: Weder die VAE noch Saudi-Arabien haben bisher erkennen lassen, die Ölförderung zukünftig herunterfahren zu wollen. Letztlich könnten die Erneuerbaren Energien sogar dafür sorgen, dass mehr fossile Energieträger exportiert werden können.

Via: Forbes

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